11.8.09

Kirche und Welt

Das aktuelle Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts, welches eine "Pflicht" zum Besuch von Theater und Karnevalsfeier für ebenso postuliert "Schulpflichtige" zur gewaltsam durchsetzbaren Meinung kürt, wird entschieden angegriffen.
Dieses disputierend fiel mir eine Stelle im lesenswerten Buch "Die Pulvermühle", einer Kriminalgeschichte der großartigen Schriftstellerin Gertrud Fussenegger ein. Hatte ich doch den Verdacht, daß mein "Gegenüber in Sachen Kommentierung" weniger die Bedrängnis der zu Unrecht Gemaßregelten bewog, als vielmehr, die mir von der Generation unserer Eltern bekannte Verteidigung der modernen moralgewandelten Kirche, insbesondere in Deutschland. Irgendetwas fühlt sich bei ihnen immer verstört an, wenn die Errungenschaften des 2. Vatikanischen Konzils infragegestellt werden, wenn die Verweltlichung der Kirche Kritik erfährt.

In dieser Kriminalgeschichte, die um die Zeit des 2. Weltkrieges spielt, läßt die Autorin den Pfarrer Perwög nach dem Krieg sagen: "Es zieht etwas Neues herauf. Man nennt das geplantes Leben, Eigenverantwortlichkeit - oder wie immer. Ich denke oft, wie das wohl werden wird: der Mensch als Herr der Natur, auch als sein eigener Herr...Das kommt, ist nicht mehr aufzuhalten und vielleicht liegt es sogar in Gottes Plan." Und er fährt fort: "Die Kirche geht einer schweren Zeit entgegen. Sie wird sich entscheiden müssen, ob sie den neuen Menschen annehmen will oder nicht, diesen planenden, eigenverantwortlichen Menschen, den sie bis jetzt verdammt oder - wenn nicht verdammt, so doch abgelehnt hat. Sie wird lernen müssen, auf seine Gründe zu hören; nicht so, daß sie diese Gründe von vorneherein annimmt, das ist unmöglich, aber so, daß sie ihr Herz auftut und mitleidet, wo die Welt leidet, und sich mit anstrengt, wo sich die Welt anstrengt. Ich glaube, das wäre ein Weg."

Ich auch.

22.5.09

Wortwitz zum Vatertag

Zum gestrigen Vatertag fand ich im Internet einen wortspielerischen Anklang auf den Muttertag:

Mutters Alter

Wortwitz, wie ich ihn mag.

20.5.09

Federal Reserve ohne Kontrolle

Das folgende Video sollten Sie sich gleich anschauen, dokumentiert es doch eindrucksvoll, wie unkontrolliert die Federal Reserve arbeitet, die immerhin als amerikanische Zentralbank den Dollar herausgibt:

Federal Reserve ohne Kontrolle

Anschauen und weitergeben.

Siehe dazu auch den Artikel hier.

12.5.09

Lebensgenießer

Dies ist die Geschichte von einem Grafen, der sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer par excellence war.

Dieser Graf, er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Hand voll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewußter wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.
Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte - einen anregenden oder fröhlichen Plausch auf der Straße, das Lachen seiner Frau, eine köstliche Speise, eine feine Zigarre, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weins - für alles, was seine sieben Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der linken in die rechte Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß er dann zuhause und zählte die Bohnen aus seiner rechten Tasche. Er zelebrierte diese Minuten So führte er sich vor Augen, wieviel Schönes ihm an diesem Tage widerfahren war und er freute sich. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, hatte er einen Grund, sich über diesen Tag zu freuen.

(Nach einer Erzählung, Quelle unbekannt)

21.4.09

Zitateblog

Ein laufend gepflegter Zitateblog befindet sich als Produkt des IBIF hier:

Zitateblog

Hier lohnt sich auch ein täglicher Blick hinein und der Zitatblog ist abonnierbar und damit sogar auf der eigenen Homepage einsetzbar.

Zitate mit freiheitlichem Bezug finden sich auf:

freiheitssplitter.de

17.2.09

Aufgeschnappt: HipHop Rap

ICH sag Dir EINS,...
das ist ganz klar ...
Demokratie, ...
das ist nicht WAHR.

12.2.09

Finanzkrise, Schuldenkrise, Glaubenskrise

Diese Krise ist keine Wirtschaftskrise. Auch die bestehenden und noch vielmehr kommenden Verwerfungen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese Marktbereinigung die Moral stärken vermag. Die wirtschaftenden Menschen verlieren weder ihre werktätigen Arme noch ihren schaffenden Kopf; die Basis auch zukünftiger Wertschöpfung. Allein ihre Illusionen werden verworfen: Schulden, Papiergeld und auch Papierverfassungen sind nicht einmal das Werk wert, sie herzustellen. Dies wird noch kommen und alles umwerfen. Zugunsten vernünftiger und moralischer Tätigkeit. Das braucht seine Zeit. Einzusehen ist es schon heute. Die demokratischen Regierungen vermögen Versprechungen, Papiergesetze, Papierverordnungen, Papierverfassungen und Papiergeld anzuhäufen, daß es den normalen Verstand übertrifft. Allein, Sie verstehen nicht, daß ihre Papiere nicht mehr den Urgrund von Vertrauen anrühren. Noch glauben Etatisten aller Couleur an die Allmacht des Demos, dessen blutroter Glanz nichtsdestotrotz allmählich verlicht. Kommt eine neue Zeit, oder eine alte? Besinnt sich der Mensch auf sein Maß, beschränkt sich der Einzelne auf sein Eigentum? Oder schreitet die öffentliche Gewalt voran, bis zum Untergang jedes Selbst? Diese Fragen zu beantworten, ist Überforderung für den Jetzt-Menschen. Der Europäer, anders als der Semit, lebt in seiner Zeit. Seinen Geist prägt allein der Zeitgeist. Darüberhinaus denken vermag er nicht: Geschichte ist Geschichte. Wird er siegreich sein oder untergehen? Sein Maßstab ist seine Zeit. So unwirklich ist sein Verhängnis, daß sich sein Himmel nicht zu öffnen vermag. Muß es dabei verbleiben? Eine Verneinung dieser Frage hieße über die Zeit hinaus zuschauen. Darauf kommt es an. Der Himmel ist offen. Man kann ihn sehen. Wollen.

Und genau dieses Wollen nährt die Illusionen. Nein. Und noch einmal: Nein!
Nicht das Wollen, das Sein selbst, ich, ganz klein, bin Maßstab für mein Handeln. Ich, ich selbst bleibe rechtschaffen. Meine Zeit soll bestehen können vor Vergangenheit und Zukunft, ich selbst will zeitlos rechtschaffen sein. Meine Zeit ist nur Gegenwart, Übung über mich hinaus - und doch beschränkt auf mich. Aber mein Sinnen kann verstehen, daß mein Sein einen Sinn hat. In meiner Zeit - oder einer anderen.

11.2.09

Recht-Sezession: Politische Reformation

Zum Jahrestag der folgenden Publikation, weise ich noch einmal auf diese hin:
Recht-Rezession
Behandelt wird die Vorstellung territorialunabhängiger Rechtsfindung im Rahmen deren möglicher Verbindlichkeit.

6.12.08

Der Idealist

Fundstück aus 2006:

Der Idealist steht oft wie der Idiot dar.

"Die Welt ist nun einmal so", weiß der Realist und vergißt, daß sie nicht immer so war und keinesfalls immer so bleiben wird.

Aber wie wird sie werden, die Welt?

Das wissen weder Realist noch Idealist. Der Idealist jedoch weiß, wie sie sein soll.

Und nur sein Ziel bewegt die Welt.


---

Auch die Welt des Realisten bewegt sich dorthin, wohin sich die Entwicklung durch Idealvorstellungen ergibt.
Der Idealist darf aber kein bloßer Träumer sein: Das Ziel ist nicht schon der Weg.

Eine gute Lösung verspricht ein professionelles Vorgehen und bedarf eines Machers, besser eines Unternehmers.
Der Ist-Zustand (Realist) kann in den Soll-Zustand (Idealist) durch den unternehmenden Macher überführt werden.
Dies ist eine eigenständige unabdingbare Leistung.

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Der Idealist darf nicht die Macht an sich reißen, da er sonst Unglück bringt (Hitler, Stalin, Revolutionen aller Art).
Der Realist strebt ja gar nicht nach Macht, da er die Welt und die Machtverhältnisse wie sie sind, akzeptiert. (Der Macher kalkuliert sie.)
Der Macher verfällt ohne Realisten und Idealisten bloßem Aktivismus; von ihnen erhält er Basis und Ziel, welches er pragmatisch begrenzt.

Bloßer Idealismus ist Torheit, bloßer Realismus ist ziellos und bloßer Aktivismus läuft leer.

30.11.08

Gegendemokratie

Markt oder Befehl. Dies löst sich nicht in Frieden auf, nur weil das Volk herrscht. Jedweder Absolutismus gehört in die Rumpelkammer der Geschichte.

Aufklärung 2.0, 2008:
www.gegendemokratie.de
Roland Baader: Markt oder Befehl

26.11.08

Demokratie different

Le Bon schreibt Ende des 19. Jahrhunderts:

"Ich beschränke mich auf die Bemerkung, daß gerade die gebräuchlichsten Worte bei den verschiedenen Völkern die verschiedenste Bedeutung haben. So zum Beispiel die Ausdrücke "Demokratie" und "Sozialismus", die heute soviel gebraucht werden."

Weiter schreibt er, direkt im Anschluß:

"Sie entsprechen in Wirklichkeit für die lateinische und die angelsächsische Seele inhaltlich (und bildlich!) völlig entgegengesetzten Vorstellungen.
Bei den lateinischen Völkern bedeutet das Wort Demokratie vor allem die Auslöschung des Willens und der Tatkraft des Einzelnen vor dem Staat. Dem Staat wird immer mehr aufgeladen, er soll führen, zentralisieren, monopolisieren, fabrizieren. An ihn wenden sich beständig alle Parteien ohne Ausnahme: Radikale, Sozialisten, Monarchisten.
Bei den Angelsachsen, namentlich bei den Amerikanern (das war vor Roosevelt, Anm. d. Red.), bedeutet dasselbe Wort im Gegenteil die angespannteste Entfaltung des Willens und der Persönlichkeit, das möglichste Zurücktreten des Staates"

Soweit zum differenten Demokratieverständnis.
Ob nun aber Demokratie und Rechtsstaat tatsächlich vereinbar sind, ist eine andere Frage.

Le Bon: Psychologie der Massen

26.9.08

Zwang und Glaube

Rothbards Vertragstheorie kennt die Rechtmäßigkeit der Anwendung von Zwang. Für Staatsgläubige ist das nichts neues, dürfen nach deren Glauben doch Leute, die als "Staat" handeln, im sogenannten "öffentlichen Interesse" Zwang ausüben und - ganz im Sinne "liberaler Staatstheorie" - als Beschützer und Durchsetzer privatrechtlicher Verträge. (Nur nebenbei bleibt es schleierhaft und inkonsequent, warum man bei Anerkennung privatrechtlicher Verträge deren Durchsetzung nicht auch dem Privatrecht überläßt.) Rothbard billigt andererseits dem Eigentümer (also auch dem Körper einer Person) zu, daß er seine Meinung zu ändern im Zeitverlauf das Recht habe. Deshalb die Erörterung von Rothbards Vertragstheorie. Nun ist Rothbard konsequenter als die liberalen Staatstheoretiker und überläßt die Rechtsdurchsetzung privaten Rechtsagenturen (Hoppe denkt sich diese Funktion als Zusatzleistung von Versicherungen).
Damit stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Legitimität von Zwang gegenüber Personen, sicherheitshalber - und weil grundsätzlicher und allgemeiner - gegenüber Menschen. Wenn der Mensch seine Meinung ändern "darf" (dürfen als Kategorie des Rechts), dann darf ein Mensch auch nicht gezwungen werden, Versprechen oder Verträge einzuhalten, wenn er seine Meinung ändert. Nun wird man einwenden, daß dann keiner mehr Verträge abschließt. Allerdings hört der Mensch nicht auf zu handeln. Die Zeiten der Subsistenzwirtschaft sind vorbei, eine arbeitsteilige Welt ist auf Zusammenarbeit und damit auf Versprechen und Verträge angewiesen. Wahrscheinlich entstand die arbeitsteilige Welt, der geschichtliche Übergang von Subsistenzwirtschaft zu Handel erst aus dem sich entwickelnden Vertrauen regelmäßiger Einhaltung von Versprechen anderer. Ebenso wie die Anerkennung von Eigentum anderer erst dessen Kumulierung, Sicherung und Kapitalisierungseffekte ermöglichte. Möge man sich also mit friedlicher und kooperativer Aneignung zufrieden geben. Wer Versprechen hält, kann die Vorteile daraus genießen, wer nicht, der eben nicht. Nun gibt es aber auch den Impetus, sich gewaltsam anzueignen, was einem nicht gehört. Oppenheimer nennt die unentgoltene Aneignung fremder Arbeit das politische Mittel. Und so ist es auch kein Wunder, daß das Ansinnen aufkam, die Einhaltung von Versprechen und Verträgen zu erzwingen. In dem Moment aber, in dem ich einen Menschen zu etwas zwinge (das ist aggressiv), mißachte ich dessen Recht an seinem Eigentum, seinem Recht an der Verfügung über sich selbst. Schon in diesem Moment ist aus dem Menschen ein Objekt, ein Sklave geworden. Das Argument der Selbstversklavung zieht nicht nur aus dem Grunde, daß diese Verfügungsgewalt einem selbst möglicherweise gar nicht zusteht, sondern schon daraus, daß man seine Meinung im unabdingbaren Zeitverlauf ändern darf.

Wer glaubt, mit Gewalt zwingen zu dürfen, glaubt dies - in den Fällen der Erzwingung der Einhaltung von Verträgen -, weil er sieht, welche Vorteile das Einhalten von Versprechen hat. Er will diese Vorteile politisch nutzbar machen - und verläßt dabei den Boden des Rechts. Nun, Glaube kann Berge versetzen, wir sehen dies zur Zeit sehr gut, welche Berge Staatsglaube und der Glaube an den Wert von Papiergeld versetzen kann. Mit Markt und Recht hat das nichts zu tun. Und es stellt sich schon die Frage, ob die Berge und Hügel nicht die Hügel sind, die der Mohammedaner mit Riba benennt, Hügel des Überflusses, der Aufblähung und Hinzufügung. Hier den Zins zu bemühen und damit das legitime "Interesse" mißzuverstehen, geht fehl. Was in unserer etatistischen Papiergeldunordnung hinzugefügt wird und sich inzwischen zu wahren Hügeln (Blasen) entwickelte ist die Geldvermehrung, der eigentlich Grund für Inflation. Die laufende Erhöhung der (Papier-)Geldmenge ruiniert letztendlich auch die Sachwerte. Die Anhäufung von Papiergeld und Scheinwerten ist aber kein Kapitalismus, auch wenn es so aussehen muß. Es ist die Anhäufung von Papiergeld-Hügeln und deren weltweite Versetzung, als Globalisierung verschrieen, die dann eben auch weltweit die Sachwerte zu zerstören droht. Globaler Handel bleibt gut, hier sollte man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Die durch die Zentralbanken betriebene und durch die davon profitierenden Staatler sanktionierte Geldvermehrung ist das Übel. Dieser "Kapitalismus" ist auf Sand gebaut, derartige Staaten sind auf Sand gebaut, als Treuhänder des Zwangs sind sie sogar rechtlos. Nicht nur Blasen platzen in dieser Zeit, sondern auch Illusionen. Jeder ist aufgefordert, sich besser dreimal zu überlegen, was er glaubt.

23.9.08

Plan B

Eine Düsseldorfer Band sang einst zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle unter dem Namen Plan B.

Was aber machen die netzweiten Freiheitsfreunde, wenn von Staats wegen das Internet abgeschaltet wird?

Gibt es einen Plan B zur Rettung der Freiheit?

19.9.08

Schwarzwälder Aufklärung

Die französische Revolution ist also im Schwarzwald angekommen, genauer gesagt beim Schwarzwälder Boten, über den Medrum heute anläßlich der Causa Überlingen berichtet. Dort im Schwarzwälder Boten wird allen Ernstes gefragt: "Darf eine aufgeklärte Gesellschaft tatenlos zusehen, wenn Minderjährige in einem religiösen Zwangssystem aufwachsen?" Nein, Aufklärer haben schon immer brandschatzend, mordend, zestückelnd und vergewaltigend ihre Aufklärung betrieben und Andersgläubige, Andersdenkende auszurotten versucht - man schaue sich nur den (Nach)gang der Französischen Revolution an.
In einer freiheitlichen Demokratie, die das Wort Pluralismus nicht nur für den Schulzwang okkupiert, sondern wirklichen Pluralismus zuläßt, hat auch religiöser Fundamentalismus seinen Platz - ohne zu wissen, ob dies bei Gorbers der Fall ist oder nicht. Glaube, der etwas fundamentales hat, ist gut. Dazu glaube ich. Weil Menschen erfahren haben, daß ihr Glaube tragfähig ist, machen sie diesen zum Fundament ihres Handelns - und Hoffens. Jeder friedliche und zivilisierte Mensch hat dabei selbstverständlich t a t e n l o s zuzusehen, denn anderenfalls verletzt er die Integrität und die Rechte von Personen. Wer anderer Meinung ist, möge sich bitte argumentativ mit ihm Ungefälligen und Ungefälligem auseinandersetzen, nicht aber die Staatsgewalt für die tätliche Durchsetzung seiner eigenen Meinung mißbrauchen.
Ganz richtig erkennt der Beitrag oben, daß es hier fundamentalistische Staatsgläubige sind, die tatsächlich Zwang und Gewalt gebrauchen. Und das - eine Beleidung für alle anderen - auch noch im Namen der Legalität. In der bundesdeutschen Wirklichkeit ist Recht zur gewaltsamen Durchsetzung der herrschenden Meinung verkommen.

12.9.08

Gemeinschaft im Recht: Herrschaft und Gemeinnutz

Meine Gedanken zum Ob und Wie von Herrschaft, ausgelöst durch einen Beitrag auf Deutschland-Debatte, der auf die dazu grundlegenden altgriechischen Philosophen rekurriert, schrieb ich heute auf dem Blog Demokratie und Rechtsstaat. Kommen Sie mit und lesen Sie hier.

8.9.08

Erlösungsgedanken: Staatsglaube auf den Finanzmärkten

Christian von Hiller trifft den Punkt, wenn er die Überzeugungen in die Marktwirtschaft infragegestellt sieht: der Staatsglaube feiert allenthalben feistfröhliche Urständ. Alles, selbst die Hausfrauentätigkeit, droht politischen Diktat unterworfen zu werden. Nicht nur die Familie und ihre Leistungen werden verstaatlicht, das Geld ist es schon. Und so wird der Staatsglaube eines erlösenden Erretters namens Staat nur solange weitergehen können, das Geld des Staates nur solange retten können, wie es selbst noch etwas wert ist. Die letzte Blase die zerplatzt, wird die Illusionsblase sein. Nun mag man einwenden, daß der Wert des staatlichen Geldes ja gerade durch Vertrauen in den Staat gedeckt ist. Aber nur von Vertrauen läßt sich nicht leben. Dazu gehört im entropischen Dasein der Welt immer die Wertschöpfung: Aus Nichts etwas erschaffen ist bisher nur einmal gelungen. Bedrucktes Papier und Kontozahlen auf Computern mögen vom Staatsglauben, vom Vertrauen in staatliches Geld getragen sein, ja, dieses Vertrauen hat einen Wert, der sich jedoch leicht ins Nichts auflösen kann. Daß tatsächlich eine Warenwertdeckung erforderlich ist, behaupten die Wortführer edelmetallgedeckten Geldes. Nun ist auch die Wertschätzung von Gold und Silber rein willkürlich, theoretisch kann auch diese gegen Null sinken. Nur tatsächlich ist in der Vergangenheit über Jahrtausende menschlicher Zivilisation das Gegenteil geschehen: Gold und Silber wurden wertgeschätzt, ja sie wurden sogar Geld - bis Staaten ihre "Bürger" zwangen, das Papiergeld ihrer Führer anzunehmen. Hier steht eine letztendlich erzwungene Wertschätzung gegen eine, die sich frei auf Märkten entwickelt hat. Auch hier gilt die Antagonie von Staat und Vertrag, von Befehl oder Markt. Die gewalttätigen politischen Führer haben sich in die Herzen von Finanz- und Wirtschaftsbossen geschlichen, sie alle leben auf Kosten der Untertanen. Oder ist es vielleicht umgekehrt: Die Finanz- und Wirtschaftsführer haben politische und staatliche Gewalt für sich entdeckt. Wir sollten sie wieder auf den Markt zurückrufen und Ihnen den Gebrauch von Steuern und Zwangsmaßnahmen, gar monopolisierter Gewalt, nicht länger erlauben.

Rothbard: Das Schein-Geld-System
Baader: Markt oder Befehl

4.9.08

Weinen

Sie kommen, stürmen, wissen genau, was sie wollen. Durchsetzungsvermögen

Sie morden.

Meine Mutter, meine Schwester, meine liebe Schwester. Meine Schwester, meine liebe Schwester!
Ihr mordet meinen Vater, meinen Bruder, ...

... ich laufe. nein. ich renne . stolpere, falle, rase weiter, so schnell ich kann...

Ich habe meine familie verlassen, meine Familie mich, ihr habt mich verlassen, alles getötet was mir LIEB ist.

Euch, Eure ärsche vergesse ich nie. von hinten von vorne nicht besser

Eure Gesichter habe ich gesehen.

Ihr seit TOT

23.8.08

Erfüllung: Die eigentlich so genannte Freiheit.

Über die Freiheit sinnieren Menschen seit Menschengedenken. Splitter von Freiheitsgedanken kursieren und werden zur Kenntnis genommen. Was immer dies individuell heißen mag. Rezensenten, Rezipienten, jeder liest anders, ...
... mancher liest sich frei. Auf www.lies-dich-frei.de fand ich das Buch Der große Konflikt von Bert Hellinger empfohlen, aus welchem ich wie folgt zitiere:
Die Freiheit
Ich möchte etwas über die Freiheit sagen, die sogenannte Freiheit. Wie geht es uns eigentlich, wenn wir uns frei fühlen? Es gibt eine leere Freiheit. In ihr ist nichts drin, und entsprechend fühlen wir uns. Und es gibt eine erfüllte Freiheit, die völlig anders wirkt.
Erfüllte Freiheit ist Teil eines Bezuges. In diesem Bezug tue ich etwas, was sich sowohl frei anfühlt wie auch völlig an jemanden gebunden. …“

13.8.08

Das Gute an der Schule ist das Schlechte

Logisch: Das Gute an der Schule ist das Schlechte. Wir sollten möglichst Gammelfleisch essen, verfaultes Wasser trinken und HIV-verseuchten Sex haben. Denn nur was schlecht ist, ist gut für uns. Vor allem für unsere Kinder in der Schule.

Das ist die Philosophie staatlich betriebener Menschenverschmutzung. Logisch.
Fragt sich nur für wen. Und gegen wen.

29.7.08

Die perfekt geregelte Masse Mensch

Der Freiheitsfabrikant Stefan Blankertz schrieb vor einiger Zeit seine Gedanken über Verantwortung auf. Den Übergang von Verantwortung von der Person, vom Menschen auf Maschinen und Systeme mag ich dann doch lieber Verantwortungslosigkeit nennen, allein schon wegen der Effekte die dies zeitigte und noch zeitigt.

Das große Metasystem der sich so gerne aufgeklärt nennenden nachrevolutionären Zeit ist der Staat, die Vorstellung von Staatlichkeit, die Nutzung statt der Beschränkung der Staatsgewalt. Daß Staat wesentlich organisierte Verantwortungslosigkeit ist, kann leicht erkannt werden. Dabei geht die Tendenz im Moment zumindest im Westen in Richtung des Sowjetsystems, als einer Vorschriftengerierung aufgrund Expertise und Beratung. Dabei waren bisher eigentlich die Staaten erfolgreicher, die auf den Markt als Entscheidungsfinder setzten. Aber auch hier im System des Westens stehen Verantwortungslosigkeit und Erfolg in einem direkten Verhältnis: Die modernen juristischen Rechtspersonen sind durch Haftungsbegrenzungen bis hin zur Unangreifbarkeit gekennzeichnet, es gibt beispielsweise die Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder die Société Anonyme.
Nach der christlichen Vergebung hat nun die Säkularisation also die persönliche Schuld gleich mehr oder weniger abgeschafft. Es bleibt nur die neue “Urschuld” gegenüber dem Staat, ihn mit seinem - ebenfalls staatlichen - Geld zu bezahlen. Und es ist dieser Staat, der die Verantwortungslosigkeit lebt, vorlebt und auch im privaten sichert - im allgemeinen, im öffentlichen Interesse. Der Staat sind wir alle - und: sind alle schuld, ist keiner schuld. Deswegen müssen auch ausnahmslos alle mitmachen und Waldgänger (Ernst Jünger) werden nicht geduldet. Ihre Ausmerzung kennt keine rationalen Grenzkosten: Bis auf den letzten Mann hat alles im Staatlichkeitswahn (Blankertz/Goodman) sich einzufinden. Der Mensch ist im sozialen Netz gefangen und kaum noch Person. Obschon Individualisierungen erlaubt sind, so wie es auch “individuelle” Klingeltöne und Handycover gibt.
Für freiheitsliebende Personen und Renegaten ist das nicht genug. Es stellt sich nur die Frage, ob das neue System gut ist oder nicht. Vielleicht läßt es sich ja kybernetisch verbessern und immer perfektere Maschinen, Regeln und Strukturen entstehen. Ja, selbst das Renegatentum könnte als Opposition internalisiert werden, da kybernetisch unentbehrlich, wie es schon die Könige wußten, die sich Hofnarren hielten.
Es bleibt die Frage: Ist die Erfüllung des Menschseins die perfekt geregelte Masse Mensch? Hier die alte Sinnfrage zu stellen, verfehlt das Ziel. Denn die Sinnfrage zielt auf einen Schöpfer und einen Willen. Verantwortung ist eine Kategorie des Ichseins, nicht des Daseins. Aber wenn ich nicht bin, sondern nur ein Teil bin, ein Atom, ein Individuum, stellt sich die Frage nach dem Willen und nach dem Sinn nicht.
Es ist die Vorstellung einer Ebenbildlichkeit Gottes, die den Menschen aus dem Dasein ins Ichsein zu heben trügt.
Nach Johannes Schwartländer hat die Verantwortung eine „dreistellige Beziehung“:
- Allein der Mensch trägt Verantwortung
- für sein Handeln (also Entscheiden)
- vor einer Instanz (Gott als höchstem Richter)
Nun haben wir in Stefan Blankertz’ Betrachtung keinen Menschen mehr allein, Entscheidungen gibt es nur noch als Befolgung von Vorschriften und Gott ist tot.
Der Staat ist Masse Mensch, Befehlender, Verurteilender und Bestrafender zugleich. Dies zeitigt einen nie zuvor dagewesenen Absolutismus. Die Aufklärung beseitigte die absolutistische Monarchie, wohl, weil besser sichtbar, aber nur die Monarchie. Der Absolutismus feiert fröhliche Urständ. Nur ist diesmal keine Person mehr verantwortlich auszumachen: Kein Monarch, kein Aristokrat kann geköpft werden. Die Aufklärung verfängt sich im sozialen Netz, im demokratischen Sozialismus. Nicht vorhandene Schuld kann auch nicht gesühnt werden. Ziellos ist die Masse Mensch den ihr eigenen Dynamiken überlassen. Verantwortungslosigkeit verzichtet auf eine Beantwortung der Sinnfrage. Die Masse Mensch reiht sich ein in die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos. Mehr ist da nicht. Das Leben hat keinen Sinn, sondern passiert einfach.

Liberté, égalité, fraternité ou la mort!
Réglementation, standardisation, bureaucratisation - c’est la mort!
(gefunden in: John Naisbitt, Mindset!)

26.7.08

Jedwede Obrigkeit

Wer oben liegt hat Recht? Dies ist die feste Überzeugung evangelikaler Fundamentalisten. Sie lesen Römer 13,1 (hat der Apostel Paulus auf der Durchreise geschrieben) und sind devot bis zur Selbstaufgabe.

Daß es da - rein christlich - noch 10 Gebote gibt, wird da leicht vergessen:
www.staatsglaube.de

Und wer der Herr ist, hat der Herr oft genug klar gemacht.
Das, genau das, kann man glauben.
Hier hat Hoffnung Realitätsbezug.

24.7.08

Kinderarmut: Keine Milchschnitte

Im Schnitt kommen Kinder schlecht weg in Deutschland. Meist sind sie vorschriftsmäßig eingesperrt. Es ist die Armut, die Eltern verunmöglicht, Ihrem Kind eine Milchschnitte zu kaufen. Auf dem Heimweg von Pflichtkindergarten und Zwangsschule.

21.7.08

Klimawandel-Skepsis: Hochsommer 13 Grad

Heute nachmittag zeigte das Thermometer 13 Grad an. Mir fehlen die Worte.

20.7.08

Milton Friedman: Menschenverschmutzung

Fakt in Deutschland ist, daß das Bundesverfassungsgericht es - obschon Deutschland bis heute keine Verfassung hat - für rechtmäßig erklärt, daß die Leute vom Staat einen "Staatlichen Erziehungsauftrag" ins Werk setzen dürfen. Dieses faschistische Ansinnen des höchsten deutschen Gerichtes ist obsolet angesichts der natürlichen Rechte der Menschen, insbesondere der Heranwachsenden, die sich bilden möchten.

Das Ansinnen heutiger Menschenverschmutzung ähnelt frappierend der Umweltverschmutzung vergangener Tage, die auch heute noch unbewältigt ist, da das Recht mit den Füßen der Staatler getreten wird.

Menschenverschmutzung

Nie wieder Politik.

19.7.08

Steuerstrafexempel

Das erste Urteil in Sachen Steueraffäre Liechtenstein ist gefallen. Die staatlichen Richter des staatlichen Gerichtsmonopols haben zu Gunsten ihres sie alimentierenden Hochsteuerlandes Deutschland ein Urteil gefällt und den ersten Steuerflüchtling bestraft. Laut Pressemitteilung (FAZ vom 19.07.2008) soll das Urteil gleich in zweierlei Hinsicht Signalwirkung haben: Steuerzahler sollen von Steuerflucht abgeschreckt werden und "Steuersparer" sollen erkennen, daß eine Zusammenarbeit mit den Steuerbehörden auch im nachhinein sinnvoll ist.
Adressat dieses Urteils ist also nicht der zu Unrecht Verurteilte (Steuererpressung ist niemals legitim), sondern die breite Masse der angeblich potentiell kriminellen Staatspersonen (auch Bürger genannt). Auch hier wurde also nicht Strafmaß an einer Straftat genommen, sondern externe Ziele verfolgt. Damit ist die Existenz eines Rechtsstaates in Deutschland einmal mehr in Frage gestellt. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Darlegung von Bodo Wünsch, der dies schon vor Jahren beobachtete, im Fall Hoyzer.
Und wer sich nun trösten mag, daß die Strafe ja an einen gemeinnützigen Verein gehen wird, den darf ich darauf hinweisen, daß die Gemeinnützigkeit der Staat anerkennt, und daß die Verteilung auch der Staat bestimmt. Ein weiterer rechtsverletzender Staatsklüngel und eine staatliche Machtausweitung durch fiskalischen Zugriff auf Privateigentum auch hier.

6.7.08

Bayern weitet Legalisierung der Staatskriminalität aus

Die Staatspiraten in Bayern, ein Landstrich zur Zeit parlamentarisch-demokratisch durch die Parteigänger der CSU beherrscht, haben sich weiter ermächtigt legal Unrecht auszuüben:
Bayern weitet Legalisierung der Staatskriminalität aus
Natürlich nur zum Schutz und gegen die Angst unbescholtener Bürger. Wer staatstreu ist, hat - wahrscheinlich - nichts zu befürchten. Fehler sind völlig ausgeschlossen. Die machthabenden Parteigänger wissen, was sie tun.

2.7.08

Bill of Rights

Die Rechnung bitte. Für meine Rechte. Die Bill of Rights: Auf diesen einfachen Punkt brachten es die Ur-Auswanderer einst und verstanden noch, daß ihre Rechte niemand anderer sichert und niemand anderes ihre Rechnungen bezahlt. Das Leben ist nicht kostenlos. Obschon geschenkt.

www.sicherer-leben.info
www.homo-calculator.de
www.vita-l.de

Rechte kosten. Deshalb lassen die Großen und Mächtigen sich ihre Sicherheit, ihr Eigentum, ihre "Rechte" auf Kosten des Steuerzahlers bezahlen.

www.lies-dich-frei.de
www.steuern-abschaffen.de

21.6.08

Privatwirtschaft

Rechnet sich! Was für ein Blödsinn.
Goldelse meint hier, daß es einen Staat braucht.
Konkurrenz ist nun eine Frage des freien Marktzugangs: Den aber haben nicht einmal Schulen in Deutschland, seien es Privatschulen oder Eltern, Familien oder Kinder selber. In Deutschland herrscht staatlicher Schulzwang. Die möchtegern-gottgleichen Demokraten betreiben Schulen, kontrollieren Schulen und zwingen alle in ihr System. Super. Aber nicht bleifrei.

16.6.08

Von Wettbewerb und Wölfen, Staatsglaube, Staatspolizei und Europas Entführung

In einem excellenten Artikel über den Wettbewerb schreibt Wolf Lotter in brandeins unter Bezugnahme auf Thomas Hobbes (homo homini lupus est - der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) zutreffend das gemeine Credo der Staatsglaubens:
Einzig der Staat könne das Schlimmste verhindern, indem er sein Gewaltmonopol beanspruche und damit dem freien Lauf der Aggressionen des Menschen einen Riegel vorschiebe. Zwar sei der Staat selbst ein Monstrum, ein "Leviathan" (der biblische Name des Wals, der Jonas verschluckte), aber das kleinere Übel. Ohne ihn würden Mord und Totschlag herrschen. Hobbes ist ein Säulenheiliger für Freunde des Vereins der organisierten Aggression im Rahmen der herrschenden Gesetze - oder kurz: der Staatsherrschaft. Die Vorstellung, die Natur sei gut, wir hingegen seien durch unsere Entwicklung nur unter strengster Kontrolle zu haltende Außenseiter, ist gesellschaftlich weithin akzeptiert. Das Gewaltmonopol des Staates ist, im Kern betrachtet, ein Konkurrenzverbot für alle Bürger. Sie regeln ihre Angelegenheiten nicht mehr untereinander - das nennt man Selbstjustiz -, sondern die Polizei schlägt zu, im staatlichen Auftrag.

Natürlich soll der Staat demokratisch sein, das Volk soll herrschen und alle Staatsgewalt vom Volke ausgehen (Art. 20, Abs. 2, Satz 1 des GG). Dieses Paradoxon hält Henry Louis Mencken amüsiert für typisch demokratisch:
Die Masse ist befähigt, uns alle zu regieren — aber sie selbst muß auf das strengste von der Polizei bewacht werden.

So gefunden, ausgerechnet auf den Seiten der Monarchieliga. Aber diese Ein-Herrschaft ist tatsächlich beschränkt. Allein der moderne demokratische Staatsglaube steht noch in unbeschränktem absolutistischem Wahn: Alle schreiben allen zunehmend alles vor. Und so wird auch die entführte Europa vielleicht eher auf einem Wal als auf einem Stier von ganz ungöttlichen Staatspiraten entführt worden sein.

15.6.08

Rette sich wer kann: Rassismus und Matriarchat

Hätte kaum gedacht, daß es noch etwas krasseres als Rassismus gibt. Aber man lernt ja nie aus, auch ich nicht. Als Möchtegern-Nonarchist lassen mich ja Wörter wie Matriarchat gleich aufhorchen: Als wenn Matriarchat etwas besseres als Patriarchat ist. Herrschaft eines Menschen über einen anderen Menschen wird nicht legitim dadurch, daß die Herrschende Frau und Mutter ist. Gerade Mütter sind in besonderer Gefahr, über die noch wehrlosen Kinder zu herrschen - und es sind herrische Politikerinnen, die Müttern ihre Kinder rauben lassen (durch Polizeibeamte, meist Männer). So geschlechtslos ist DAS Jugendamt nicht.
Man kann Rassismus legitim finden - und so gerade noch darüber disputieren: Gibt es verschiedene Rassen, mag man auch Rassismus üben. Ich erkenne allenfalls verschiedene Hautfarben. Verschiedene Geschlechter aber gibt es sicher. Aber Gruppierungen, die a) ziemlich gleich groß sind und b) hälftig sind gegeneinander in Stellung zu bringen toppt jeglichen Rassismus locker. Das Unrecht ist hier noch größer: Die unmenschliche Mißachtung der Person.

Rette sich wer kann.

Aufklärung

Aufklärung? Besserwisserei! Aufklärung ist die Rache des Absolutismus.

Interesse? Bekannt!
Methode: Verkannt.

Beschult. Verschult. Die Gedanken sind gar nicht so frei.
Hilfe zur Selbsthilfe?
Von wem?
Warum?

Ichbinda
Und hier.

Absolutismus ist ein Anspruch an mich.
Aufklärung auch.

Und doch möchte ich wissen.
Vielmehr glauben.

Sein.

Um Sollen wissen.

Mein Sein glauben
Können




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Die Bürger bilden den Staat

Es ist fast zwei Jahre her, daß ich dies schrieb:
Die Bürger bilden den Staat - nicht umgekehrt.

Die Bürger bilden den Staat - nicht umgekehrt.
Lernen? Schule! Geben Sie es zu: Genau diese Assoziation ist Ihnen gerade durch den Kopf gegangen. Zu Unrecht. Manipuliert. Von wem? Wieso? Das bekommen wir 'raus!

Seit gut 100 Jahren wird von Staats wegen versucht, Lernen mit Schule zu assoziieren. Und es ist - vorerst - gelungen. Aber wir sind noch nicht am Ende. Gehen wir zum Anfang.

Ganz zum Anfang: Ein Kind, vielleicht ihr Kind, lernt essen (erst schlabbernd, dann richtig), es lernt laufen, es lernt sprechen, es lernt, sich wahrzunehmen, sich durchzusetzen und sich zurückzunehmen, es lernt, sich verständlich zu machen. Würden die Erwachsenen es nur verstehen. Das Kind, mein Kind, lernt Roller fahren und Fahrrad fahren. Obschon Sie nicht staatlich-diplomierter Pädagoge sind. Und Ihre Frau auch nicht. Unglaublich? Alltag. Und funktioniert. Manchmal nicht. Es stürzt und blutet. Das tut weh. Da hilft ein Pflaster- nicht das deutsche Jugendamt.

Womöglich hat Ihr Kind Geschwister? Sie Anarchist! Können Sie nicht wenigstens die Sozialisation "ihrem Staat" vorbehalten? Das Zusammen- und Gegeneinander-Spiel in einer Gemeinschaft: Das machen sie selber? Bei sich zu Hause? Haben Sie noch nicht mitbekommen, daß der akzeptable Durchschnittsbürger nur 1,3 Kinder bekommt, neuerdings sogar nur 0,86! Sie sollten Ihre Betriebssoftware unbedingt auf den neuesten Stand bringen. Sonst bringen Sie sich in Gefahr und der zur Zeit regierende Prokrustes bringt das - zur "Not" gewalttätig - ganz demokratisch in Ordnung: Ins Prokrustesbett. Hier - spätestens - wird alles gleichgemacht. Auch ihr Kind. Die Peer-Group rulez. Eltern sind out. Die sollen arbeiten und Steuern zahlen an ihre Herren und HerrInnen, die sollen Sozialabgaben leisten in staatlicher monopolisierter Papierwährung. Ihre Kinder gehören der Rente Anderer.

"Die da oben" vertreten folgende Meinungen:

"Dabei ist das Bildungsmonopol eines demokratischen Gemeinwesens, das Recht auf eine Schule ohne ideologische Scheuklappen, ein kostbares rechtsstaatliches Gut, ...", so 3Sat in Old-Germany - ohne ideologische Scheuklappen: Schön wärs.

"Der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag, ..., beschränken in zulässiger Weise das in Artikel 6 Abs. 2 Satz 1 GG (BRDDR) gewährleistete elterliche Erziehungsrecht.", so Roman Herzog u.a. in deren Urteil I BvR 235/89 - bisher dachte ich immer, Grundgesetz/Verfassung dienen der Abwehr staatlicher Anmaßungen...

Den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag aber gibt es nicht. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt nur die Ansicht, daß Schulen von Staats wegen beaufsichtigt werden sollten. Und schon das ist Unfug: Das können Eltern selber. Aber gut: Wenn der Staat und seine Leute auch nur das leisten würde, wäre ja manches gut. Ist es aber nicht. Vor allem anderen: Meine Bildung gehört privatisiert, sie ist meine Sache.

Und Kinder? Können das auch. Vor allem gilt für sie: Finger weg.
Kinderfreiheit ist wahre Freiheit.

14.6.08

Bildungsrepublik Deutschland

1938-2008: Trotz aller fragwürdigen Schulreformen, es gibt noch Konstanten in der deutschen Politik. 70 Jahre nachdem die NSDAP-Regierung unter Adolf Hitler und ihr Bildungsminister Rust die Anwendung von Schulzwang verkündet und gesetzlich verankert, gibt es diesen gesetzlichen Schulzwang immer noch und er wird auch angewendet. Und just heute, im Jahr 70 des deutschen Schulzwangs verkündet die Bundeskanzlerin der SPDCDUCSU-Regierung, Angela Merkel, die Bildungsrepublik Deutschland. [weiter]

Hand in Hand

Die politischen Eingriffe in den Markt hätten die privaten Briefdienstleister massiv daran gehindert, flächendeckende Alternativen zum Ex-Monopolisten Deutsche Post aufzubauen, betonte Gerster. «Dass nun ausgerechnet die Deutsche Post ihre marktbeherrschende Stellung dazu nutzt, um sich trickreich vor ihrem eigenen Mindestlohn zu drücken, ist eine Ohrfeige für ihre politischen Helfer. Ver.di und die Bundesregierung sind der Deutschen Post auf den Leim gegangen.

So Florian Gerster (früher Arbeitsamt/Arbeitsagentur jetzt bei einem Arbeitgeberverband) gegenüber der Presse. Ein schönes Beispiel, wie politische und staatliche Gewalt, von staatlich sanktionierten Rechtsformen genutzt und deren Steuermännern genutzt werden. Schluß damit!

8.6.08

Homo Calculator

Norbert Blüm und Albert Einstein kommen zusammen auf www.homo-calculator.de. "Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt.Und nicht alles, was zählt, kann gezählt werden." So einst Albert Einstein.
Der Homo Calculator, den Norbert Blüm formulierte, rechnet; der Homo Oeconomicus entscheidet und handelt. Die Rechnungen der Staatler und Staatsgläubigen zahlen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Ehrliche Menschen handeln auf eigene Rechnung. Und entscheiden besser.

7.6.08

Spekulation

Der Spiegel titelt zum Thema Spekulation populistisch und unverständig wie in den alten Tagen meiner Zwangsschulzeit. In Wirklichkeit spart Spekulation mehr als sie kostet, vor allem Dritten. Denn der Spekulant trägt das Risiko selbst. Vor allem aber übt sich der Spekulant mehr als Extremist und Perfektionist denn als Spieler - immer aber in der hohen Kunst der Antizipation. Und selbst der "Spieler" unter den Spekulanten vertraut bloß mehr seiner Intuition als fremdem Rechenwerk. Auch er hat nichts zu verschenken, er spekuliert auf Gewinn, der zu 100 % Verlust für alle wäre, ginge nicht er - anders als alle anderen - Risiko und Chance der Spekulation ein. Er erspart also oft genug allen anderen die Verluste, die das Leben teurer machen. Er spendet sein Geld nicht, sondern er sieht den Hauch einer Chance. Der Spender, dessen Geld auf jeden Fall weg ist, genießt höchste gesellschaftliche Reputation. Seine Selbstlosigkeit verdient sich diese. Der Spekulant, der hochriskante Anlagen abfedert, wird zu unrecht verleumdet; sein Einsatz, seine riskante antizipatorische Klugheit verdient ebenso Anerkennung. Wer Beamtenmikado Spekulantenengagement vorzieht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er bei Regen naß wird. Es soll unternehmende Menschen geben, die darauf spekuliert haben, daß selbst bei Regen nicht alle Menschen still zuhause sitzen. Sie fabrizieren - und verkaufen - Regenschirme.

Artgerechte Menschenhaltung

"Politik heißt für mich: die Lebensumstände der Menschen gestalten."
So Bernd Scheelen, selbstredend Politiker und paternalistischer Bürgerbetreuer. Im besten Fall. Denn störend ist nicht nur die ungeheure Anmaßung und die inzidente Freiheitsberaubung, sondern auch der Mangel an Risikobewußtsein und Erkenntnis menschlicher Fehlbarkeit, die ja gesetzmäßig mit dem Regelabstand auch noch zunimmt.
Wie kann ein Mensch auf die Idee kommen, die Lebensumstände anderer Menschen zu gestalten? Können die das nicht selber? Wollen die das nicht selber? Die sind ja weder Haustiere noch Sklaven - oder doch? Die ganze kriminelle Gesinnung von Politik wird hier - wenigstens einmal ehrlich und deutlich - zum Ausdruck gebracht. Dem Anderen werden nicht nur Steuern und Fron abgenötigt, nein, inzwischen werden seine Lebensumstände, zunehmend seine ganzen Lebensumstände, fremdbestimmt. Und dies, obschon - wie oben bereits gezeigt - ein Fremder regelmäßig die Angelegenheiten eines Anderen nicht besser regeln kann als dieser selber. Oder sind Politiker, frei nach George Orwell, die besseren Schweine? Und selbst wenn das so wäre (es ist nicht so), würde der Regelabstand ihr Werk zum Unguten führen. Aber nicht nur aus utilitaristischen Erwägungen ist dieses Ansinnen Wahnsinn, sondern auch aus rechtlichen Erwägungen: Die Menschen und Bürger gehören ja nicht den Politikern, sie gehören sich selbst. Und an anderer Leute Sachen vergreift man sich nun einmal nicht. Das ist Unrecht. Und das gilt auch für die Menschen selbst - und für ihre Lebensumstände. Aber im real existierenden Sozialismus westlicher Demokratien laufen solche Politkriminellen (sorry, ein Pleonasmus) nicht nur frei herum, sondern gelten auch noch als verehrungswürdig und wählbar. Wobei - dies ist natürlich parlamentarisch-demokratischem Gedankenungut geschuldet - die Gewählten ihr Tun hemmungslos und meist sogar mit Inbrunst auf die ausdehnen, die sie gar nicht gewählt haben, ganz abgesehen von denen, die sich weigern, irgendeine Qual überhaupt zu wählen. Hier wird der gewalttätige Charakter von Politik wieder deutlich. Auch wird deutlich, wie sehr die Demokratie sich selbst konterkariert. Nicht mehr die Bürger bilden den Staat, sondern der Staat bildet die Bürger. Noch nie war der Staatlichkeitswahn derart irre. Hände weg, ihr Politiker! Laßt mich in Ruh.

2.6.08

Heute woanders: Behutsamer lernen

Heute schreibe ich einmal woanders. Es geht um Erkenntnisse aus Naturvölkern, die auch für uns wertvoll sind - ökonomisch und bezüglich des Lernens:
Der erzliberal-Blog macht auf einen Artikel auf Spiegel-Online aufmerksam:
Stanislas Dehaene vom College de France in Paris und seine Kollegen hatten 33 Munduruku im Kindes- und Erwachsenenalter vor einen solarbetriebenen Laptop gesetzt. ...


30.5.08

Milchkrise

So ist das mit dem Streiken: Man hört auf zu arbeiten, um mehr Geld zu bekommen. Auch nichtorganisiert selbständig Schaffende mögen auf diese Idee verfallen. Dagegen will ich nichts einwenden, aber nun doch anregen, sich daran zu machen, auch alternative Lösungen zu finden. Immerhin ist es ein Naturgesetz, gebraucht man nicht Gewalt und Politik, daß man mehr Lohn nur um mehr oder klügere Arbeit erhält.

Die Künstler bei Darvins Illustrierter haben da zum Beispiel eine sehr pfiffige Idee: Warum nicht die Kühe Werbung tragen lassen? Sicher gibt es auch noch mehr Ideen: Zum Beispiel neue Vertriebswege suchen, Molkereien kaufen, gemeinsam Bonusprogramme entwickeln oder Alleinstellungsmerkmale für Milch zu finden oder zu schaffen.

Die Landwirte der Milchwirtschaft haben sich von den Großmolkereien an die Wand drücken lassen, ihre "Bauernschläue" hat versagt. Allerdings kann man nicht vergessen, daß die EU-Bürokratie die Landwirte in besonderer Weise bevormundet und abhängig gemacht hat. David Harnaschs Verweis auf Marktgesetze geht da insoweit leider fehl. Einmal mehr verursacht der Superstaat ein "Marktversagen", weil er den Markt nicht Markt - also frei - sein läßt. Dieses unvermeidliche Staatsversagen haben übrigens nicht nur die Landwirte auszubaden, sondern durch die Kosten von steuerfinanzierter EU-Bürokratie und deren steuerfinanzierten Subventionen, fehlgeleiteter Landwirtschaft und eklatanter weltweit schädlicher Marktverzerrungen und völlig verzerrter Preisinformationen wir alle. Umwelt, Arme und Entwicklungsländer, marktteilnehmende Produzenten, Unternehmen und Verbraucher, sie alle nehmen Schaden. Daß die Milch so billig ist, das sieht nur so aus: auch hier belügt die Politik die Menschen.

25.5.08

Gut gemacht: Das russische Plagiat gewinnt

Europa. Die Deutschen mögen verstehen, 'was Anleihen Gutes an sich haben. Rußland macht es ihnen vor. Die Melodie des russisch-europäischen Hits konnte ich mitsummen, bevor sie aus den Lautsprechern erklang.

17.5.08

Armut und Ungleichheit: Primat der Politik

Das Primat der Politik feiert Triumph um Triumph. Fast schon unisono klingt es aus Parlamenten, Parteizentralen, Vorlesungssälen, Rundfunkanstalten und Kirchenkanzeln seit Jahrzehnten, zuletzt wieder deutlich verstärkt. Dabei hat die Politik schon jetzt so gut wie alles fest im Griff: Vorschriften und Vorgaben allenthalben, Abgaben, Steuern, Umverteilung und Zwangsmitgliedschaften in nahezu unzählbarer Zahl und von oft unvorstellbarer Art. Trotzdem sind die, die Politik betreiben, und die, die von der Politik alles erhoffen, noch nicht zufrieden. Sie wollen mehr davon – es gibt immer noch zu viel Ungleichheit. Immer noch?

Die Wahrheit lautet anders: Es ist gerade das Soviel an Politik, welches immer mehr Ungleichheit schafft. Denn das Wesen von Politik ist Ungleichheit. Nicht der Einzelne, gleich allen Anderen im Recht, schafft hier - nein, hier gibt es welche, die – gleichsam den Schweinen in Orwells Farm der Tiere – gleicher sind, die Politik machen „dürfen“. Ja, dürfen, denn die Gemeinen, das gemeine Volk, erlaubt es ihnen. Je mehr Papiergesetzen die Politik die Menschen unterwirft, desto mehr unterwerfen die einen Menschen die anderen. Hier gilt nicht mehr gleiches Recht für alle, sondern die Mehrheit herrscht. Das ist Politik: Die einen dürfen Zahlungsmittel („Geld“) machen, die anderen nicht. Die einen dürfen Steuern einheben und Waffen tragen - die anderen nicht, die einen dürfen richten und vollstrecken – die anderen nicht. Die einen dürfen Schulen betreiben – die anderen sich belehren lassen. Unzählige Papiergesetze verwandelten und verwandeln noch allgemeines privates Recht in politisches öffentliches Unrecht. Wer das für normal hält, ist schon verseucht. Was natürlich kein Wunder ist: man hört und sieht ja nichts anderes. Normal ist aber, daß die Menschen von Rechts gleich sind: Dann würde jeder dürfen – oder eben jeder nicht dürfen. Derartiges Recht gibt: es ist unpolitisch. Wer dem Primat der Politik das Wort redet und „Gesetze macht“, befördert unabwendbar Ungleichheit.

Auch die Armut nimmt zu. Es gibt „Politik für die Armen“ und Umverteilung in noch nie dagewesenem Umfang. Nun mag der eine oder andere befinden, daß politische Armenunterstützung falsche Anreize setzt. Solche Effekte gibt es natürlich. Wesentlicher aber ist, daß es eine „Politik für Arme“ nicht geben kann und auch nicht gibt. Politik ist das Mittel der Gewalt, wie wir bereits oben gesehen haben: Manche sind gleicher als die anderen und dürfen diese bevormunden, sie handeln nicht auf der Basis gleichen allgemeinen Rechts, sondern auf der Basis von Sonderrechten für die Betreiber von Politik. Daß dies Gewalt ist, merkt man sehr schnell, wenn man einmal die geforderten Steuern nicht bezahlt – oder, zumindest in Deutschland, seine Kinder nicht in die Schule zwingt. Aber selbst bei Kleinigkeiten wird schnell zu Gewalt gegriffen: Basis ist ja eben nicht allgemeines Recht, sondern die Ungleichheit; Basis sind die Vorschriften, die die einen den anderen machen. Nun hat die Anwendung von Gewalt immer einen Nachteil: hier wird dem einen auf Kosten des anderen genommen. Auch das ist nicht normal, wie mancher mutmaßen mag. Tausch ist Gewinn. Ein rechtmäßiger also privater, freiwilliger und gewaltfreier Austausch von Diensten und Gütern erfolgt regelmäßig zum Vorteil beider Partner. Wenn sich nicht jeder einen Gewinn versprechen würde, würde er nicht handeln. Hier, ohne das Gewaltgefälle der Politik, befördern sich die Menschen, als Gleiche, handelnd zu immer ein wenig mehr Wohlstand. Nur wer Gewalt anwendet, nimmt dem einen etwas auf des anderen. Auch wenn er es aufgrund eines Papiergesetzes rechtfertigt. Wer also dem Primat der Politik das Wort redet und „Gesetze macht“, befördert unabwendbar Armut.

Es ist also unmöglich, mit Politik Armut und Ungleichheit zu bekämpfen. Die Kunst liegt in der Selbstbeherrschung, in der Selbstbeschränkung meiner Handlungen auf allgemein Rechtmäßiges, auf das, was auch jeder andere tun und lassen darf. Dann bleibt die Ungleichheit der Menschen auf die wunderbare Verschiedenheit ihrer Personen beschränkt, die ja erst den wohlstandsfördernden Austausch und Handeln ermöglicht. Dann nimmt Armut ab statt zu, weil jeder seine Situation verbessern kann. Wirklich jeder. Denn es gibt keinen Menschen, der nichts geben kann.

George Orwell: Farm der Tiere
Robert Grözinger: Max macht es richtig

15.5.08

Markt Monster Ungeheuer Freiheit: Autorität versus Herrschaft

Der König verkörpert Autorität: Jeder weiß, wer er ist.
Des Königs Herrschaft ist beschränkt.
Auf sein Dasein.

Der Staat herrscht unbeschränkt.
Keine Verfassung hat Macht Staat zu beherrschen.

Die GmbH haftet beschränkt.
Die Aktiengesellschaften sichert der Staat.
Die Aktionäre sichert keiner.

Der Staat macht das Geld.
Und Geld regiert die Welt.

Microsoft Office 2007: Georges Moustaki

Hier sitze ich, installiere - viel zu spät - die neueste Software. Höre zu. Höre auf französisch, Goeorges Moustaki - und verstehe nichts. Endlich.

La Musique. Une Chanson.

Nichts. Endlich.

Kondomreklame: Ich mach's nicht.

Habe nicht gedacht, einmal auf Gleichgesinnte zu treffen. Eigentlich auf Gleichgestörte. Denn als peinliche Störung auf meinem städtischen Waldgang hab' ich diese steuerfinanzierte und kinderfeindliche Reklame immer empfunden.

11.5.08

Nebenan Schwule Nachbarn: Gay West

Grüß Gott!

Man hat mich gefragt, was ich in Nachbarschaft von Gay West mache?
Tatsächlich sind dies immer wieder Nachbarn auf www.sozioproktologe.de.
Kenne ich auch.
Lese ich gerne. (Nicht immer, aber meistens.)
Ach, 'was sollen diese Einschränkungen?

Weiß ich genau.
Prost Nachbar.

Gay West?
Das sind diese schwulen Typen nebenan.

Nebenan.
Nicht mehr und nicht weniger.

10.5.08

Sozialisation

Sozialisation ist Gewalt.

Darum trachten Christen und Liberale danach, daß ihre Kinder nicht nach fremdem Gusto sozialisiert werden. Alternative auch.
Sie aber lehnen Sozialisation generell ab und sind gespannt auf das Neue, sind gespannt auf ihre neuen Kinder. Sie erwarten Erlösung durch den, der da kommen mag, durch die, die noch wird. Damit überfordern sie Kinder genauso, wie die, die Kinder ungerecht sozialisieren, Ihnen Gewalt antun.

Freisein und Menschsein gelingt in einer Balance aus Neugier und Tradition, aus Selbstsein und Friedlichbleiben, aus Loslassen und Festhalten, als Absage an jeden Absolutismus. Als das kleine bißchen, welches unverstanden, trotzdem sein soll.

7.5.08

Freisein: Nicht von dieser Welt

Die deutschen Behörden verfolgen Homeschooler gnaden- und verständnislos. Deren Verständnis zur Gewaltfrage droht die Alternativen und Christlichen zu entzweien. Ohne Grund.

Gerade christliche Eltern unterstützen ja ihre Kinder: Opfern sich für sie auf. Sie wollen sie sicherlich ausrichten - über die Welt (als Status-Quo) hinaus. Das macht frei. Und Zukunft möglich.
Vom Bildungsziel her betrachtet sind sich Christliche und Alternative durchaus nah.
Die Bildungsmethodik können wir da nicht ausklammern. Sondern wir sollten diese - auch zur Erweiterung unseres eigenen Horizonts - zumindest betrachten.

Wenn Kinder in der Familie lernen, gewalttätige Autoritäten zu beachten (ungleich zu achten!) führen wir diese auf einen falschen Pfad - auch bezüglich des staatlichen Gewaltmonopolisten.

Wir Erwachsenen zeitigen gegenüber unseren Kindern ohnehin ein großes Gefälle: Wir sind stark, sie sind schwach - und sie, unsere so verschiedenen Kinder, sind doch eigen sie selbst. Wer mehr als ein Kind hat, weiß dies. Dieses Gefälle darf irgendmöglich in keinem Fall mißbraucht werden. Machtmißbrauch ist der Niedergang der Freiheit. Und, wunderbar: Aus dem elterlichen Vorbild kann eine Autorität entstehen, dem Kinder gerne folgen: fühlend, ahnend und zunehmend wissend. Gewalt ist - als Methode - unbrauchbar. Gott selbst hat sein Volk Israel mit harter Hand geführt (Altes Testament) - und befreit (Neues Testament). Die Israeliten opferten (wie andere Völker) ihrem Gott. Der Gott der Christen aber opferte seinen eigenen Sohn (der dies bereitwillig und voll Vertrauen vollzog) für sein Volk, für jeden einzelnen Menschen. Er erlöste diesen aus diesem Opfer (und erfüllte damit das Alte Testament - erfüllt heißt, daß es restlos ausgefüllt ist, ergo kein Platz mehr für die alten Regeln da ist) und damit die ganze Menschheit. Wer vermag sich gegen diesen Gott stellen? Wenn Gott umschwenkt, sollten wir nicht zögern.

Und Gott, der rechtmäßig Gewalttätige schlechthin, der allmächtige Schöpfer und Herr, hat gelitten, nicht geherrscht. Sein Königreich ist nicht von dieser Welt.

Wir sind ja nicht von Gott her unerzogen, sondern von der Welt. Die, die frei sein wollen, trachten danach, von der Welt unerzogen zu bleiben, die - obschon realiter - nicht Sein noch Sollen sein soll.

4.5.08

KI-nderwille

Über "Drei, vier, viele Kinder", schreibt Markus Wehner.
Ohne den Hauch einer Ahnung, außer der, was er anzurichten gedenkt.

Unnatürlich können Kinder nur mehr sein, wenn ihre Eltern ihr Dasein auch nur wollen.

Daß Kinder gegen den Willen ihrer Eltern "kommen", verhütet die moderne Gesellschaft. Nein. Es verhüten Menschen.

Wahlfreiheit ist Rigorismus. Kinder haben das Recht, unerwünscht und ungeplant zu sein. Sie haben es nicht, weil Männer und Frauen entscheiden. Aber da ist noch der Sex, die Anarchie, die Wollust. Da ist ein sEIN noch vor dem Schein. Ein wahres Zusammenkommen, eine Frucht, ein Leib, ein Leib mit zwei Rücken - wenn Du mich anschauen kannst: Die Kunst eines neues Wesens.

Du bist da.
Ich liebe Dich.
Wir leben Zukunft.
Hier
Und jetzt.

3.5.08

Die Machtfrage

Die Machtfrage.
Wer kann wann und wo Gewalt ausüben?
Und warum?
Und wie?
Und:
Wieso eigentlich?



.

Die Gewaltfrage

Die Gewaltfrage.
Wer darf wann und wo Gewalt ausüben?
Und warum?
Und wie?

26.4.08

Unlogik und Lösung der Anarchie

Unbeherrscht ist Ohnmacht.

Ferngesteuert: Kybernetik und Staatsversagen

Befund: Je weiter die Befehlsherrschaft vom Objekt entfernt ist (Regelungsabstand), desto größer ist die Fehlsteuerung.
Conclusio: Beherrscht das Subjekt sich, ist das Optimum erreicht.

Wahrheit: Nicht Anarchie, nicht Regierung ist die Lösung, sondern Selbstbeherrschung.

22.4.08

Gefahr im Verzug: Staatsstreich in Berlin

Die Exekutive bemächtigt sich des Souveräns und das Parlament reicht ihr dazu die Hand.

Kein Säbelrasseln noch Kanonen sind mehr nötig für einen Staatsstreich, der wohl einzigartig in der Geschichte ist: Durch einfache Gesetzesänderung konstituiert nicht mehr das souveräne Staatsvolk den Staat, sondern umgekehrt konstituiert dann der Staat das Staatsvolk. In einer halben Stunde soll die Sache erledigt sein. Das Zauberwort für die Blendung des Parlamentes heißt Kindeswohl. Dieses nimmt nun der Staat selbst in die Hand, nicht erst bei elterlichem Versagen. Dieses entscheidende Tatbestandsmerkmal wird einfach gestrichen. Und so wird aus dem Souverän und seinem Nachwuchs ein Willkürobjekt für zukünftiges Staatsversagen. Man mag darüber streiten, ob Eltern gelegentlich und die Öffentliche Hand regelmäßig versagen, vor allem bedarf es mehr als nur einer einzigen staatlichen Deutung des individuellen Kindeswohls.
Es ist auch nicht ungewöhnlich, daß eine große Koalition Regierung und Parlament verfilzt; daß diese aber in einem einfachen Gesetz den Souverän entmündigt und sich selbst an dessen Stelle setzt, ist ungeheuerlich: Das Volk bildet den Staat, nicht umgekehrt!

Jede Abgeordnete, jeder Abgeordnete sollte noch einmal in sich gehen, ob einem solchen Staatsstreich die Hand gereicht werden darf. Und wenn das ganze Vorhaben nicht doch noch in letzter Minute gestoppt werden kann, so sollte die Abstimmung namentlich ohne Fraktionszwang stattfinden.

21.4.08

Große Gefahr diese Woche Donnerstag

...

20.4.08

Kinderlos

Ausnahmslos alle Kinder in Deutschland haben ein trauriges Los gezogen. Nur weil Sie in Deutschland geboren wurden, bleiben Sie in Sachen Bildung beschränkt auf das staatliche Bildungsmonopol, werden gezwungen - und Ihre Eltern werden gezwungen, sie zu zwingen - sich von Staats wegen dort unterrichten zu lassen, wo man sie hinbefiehlt. Regelschule nennt sich das Ungeheuer, welches Bürokraten den Familien auf den Hals hetzen, sobald die Kinder im "schulpflichtigen" Alter sind. Ab jetzt ist nichts mehr normal. Das Diktat der Schulgesetze holt alle ein, die sich erdreisteten, eigene Kinder zu bekommen, anstatt einfach andererleuts Kinder zu bevormunden. Alle sind unzufrieden, aber die meisten wehren sich nicht. Dabei kann man eine Menge machen, um sich aus dieser unsäglichen Situation zu befreien. Es gilt, das Los der Kinder dem Staat zu entreißen und in die eigene Hand zu legen. Eltern und ihre Kinder können gemeinsam für mehr Bildungsfreiheit kämpfen - und sie sich einfach nehmen, denn sie gehört ihnen ja.

19.4.08

Ausladung ...

... für Störer.

18.4.08

Dorfleben

Auf ef-online rekurriert André Lichtschlag auf das kleine Dorf in Gallien, welches gegen die Vorherrschaft der ganzen römischen Welt erfolgreich Widerstand leistet. Er sieht in der globalisierten und sich vernetzenden Welt gleich viele Dörfer und Widerstandsnester und beschreibt das christlich-katholische Lager als ein solches der Freiheit förderliches. Wiederum stößt dies auf Widerspruch - und doch hat sein Gedanke Bestechendes im Ansatz:

Es macht tatsächlich keinen Sinn, sich, von links nach rechts, von so-gläubig bis anders-gläubig und vermeintlich nicht-gläubig, auseinanderdividieren zu lassen. Das Wort von der unteilbaren Freiheit ist wahr und Basis allgemeinsten Zusammenlebens. Die Geselligkeit unter Seinesgleichen nimmt keinen Schaden, wenn man anderen diese Geselligkeit auch läßt. Es ist die totalitäre Demokratie, die allen alles vorzuschreiben sucht, es ist der Kampf um Meinungshoheit, die nur deshalb erstrebt wird, weil Politisches erlaubt ist und die Mehrheit regieren darf. Der Kampf um die Staatsgewalt treibt die Parteien in einen Wahn von Recht und Gesetz, die deren Natur grundsätzlich pervertiert.
Nun haben die meisten Katholiken in der Bundesrepublik Deutschland ihren Frieden mit Demokratie und Staat gemacht. Man vertraute den Ideen der Siegermächte und jetzt erst, ganz langsam, versteht man - und sucht zu verstehen - warum auch diese Ideen so häßliche Früchte tragen. Es ist das Politische selbst, das unfrei macht - und wer auf eine andere, vermeintlich bessere Politik setzt, wird diese immer durchsetzen müssen gegen andere: Die Staatsgewalt ist nicht besser als die Gewalt Mächtiger. Ihr Monopol trägt die typischen furchtbaren Zeichen. Statt auf das Politische, statt auf Gewalt zu setzen - und sei es noch so gut gemeint - kann dies abgelöst werden durch die Kräfte und Dynamiken des Vertragens, des wettbewerblichen Gelten- und Lebenlassens Friedlicher, die sich selbst in der Gewalt haben und ihre Macht und ihr Machen auf sich, ihr Eigentum und freiwillige Kooperation beschränken. Natürlich spielen Traditionen, Hereingeborensein, Familie, Sippe und Landschaft eine Rolle, aber diese ist nicht willkürlich. Die Katholiken, allen voran ihre Kirche, hat es erst lernen müssen, Politik zu entsagen, die Staatsgläubigen haben dies noch vor sich - auch die katholischen Staatsgläubigen, die den Frevel begehen, neben dem einen Gott und Glauben, mit Demokratie und Staat anderen Göttern zu huldigen. Hier auch noch Gehorsam zu fordern, und dies mit Röm 13,1 Satz 1 zu begründen, geht völlig fehl: wenn alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, gibt es keine Obrigkeit mehr, alle sind "Souverän".
Und während sich das ungläubige Volk seine Gesetze selber macht wie auch sein Geld und seine Moral, tritt es die echten Gesetze mit Füßen und ruiniert Mensch und Natur. So sind die Papiergesetze der Volksvertreter doch nur willkürliche Vorschriften, oft weit entfernt von Recht und Gerechtigkeit, das Papiergeld ist eine bloße Währung, oft verlogen ohne wertvolle Deckung und die moderne Moral beschreibt in papiernen Medien mehr das sündige Können als das wohlige Sollen. Wir leben nicht im Atomzeitalter, sondern im Papierzeitalter. Lebendige Bäume, die als Schatten- und Sauerstoffspender ebenso dienen, wie als zu erkletternde Aussicht und Kohlenstoffspeicher - werden nicht mehr dafür gebraucht, sondern zur Verschriftlichung eines Wahns von Gesetz, Geld und Moral. Dies ist nicht Aufklärung, sondern Hybris. Und selbstverständlich, da demokratisch, totalitär: Analphabeten werden nicht geduldet; wer sich der verschriftlichten Entäußerung anderer zu entziehen sucht und nur die Wirklichkeit gelten lassen will, wird nicht geduldet: Heranwachsende werden von vorneherein zwangsbeschult, Waldgänger in Schulbunker, Gefängnisse und Krankenhäuser gezwungen. Der Mensch wähnt sich als Herr, weil er schreiben kann, er schafft über die Natur hinaus, auch über seine eigene.
Gibt es vom Wahnsinn zur Wirklichkeit einen Weg zurück? Gottes Entäußerung, sein Sohn Jesus Christus, ist in die Welt gekommen. Vollzieht sich hier Gottes Plan? Weht sein Heiliger Geist, wenn sich der Mensch entäußert? In Matthaus 7 heißt es: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen", und am Ende heißt es: „Und es begab sich, als Jesus diese Rede beendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre. Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. Katholiken sollten den modernen Schriftgelehrten mißtrauen, sie wissen um den, der Vollmacht hat. Die Juristen und Lehrer in Berlin und anderswo, die ganzen modernen Regen- und Gesetzemacher berufen sich auf Papierverfassungen und eine Vollmacht des Volkes. Unterschriften können Sie nicht aufweisen, nur ein X auf Papierzetteln - und diese angeblichen Vollmachten fallen auch noch widersprüchlich aus. Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen. Die Freiheit des anderen ist auch Ihre Freiheit. Verzichten wir darauf, zu wählen, wie andere zu leben haben, wo sie sich aufzuhalten haben und was sie zu glauben haben. Nutzen wir unsere eigene Kraft für Arbeit, Vertragen, Sparen und Aufbauen. Schaffen wir wohlan ein Gemeinwesen in Frieden und Freiheit, so gut wir Menschen dies können. Verzichten wir darauf, anderen zu befehlen, auch nicht via Parlament, sondern leisten wir unseren Teil zu freiem Handeln, Wirken und Erkennen selbst. In der Ruhe liegt die Kraft. Auch im In-Ruhe-lassen anderer.

15.4.08

Die Freiheit ist geliefert

Dieses kleine Wortspiel in der Überschrift darf Sie auf einige Nachforschungen aufmerksam machen, die Klaus Bartels in der NZZ liefert:

Leitwort liberal

Meine Leseempfehlung.

12.4.08

Der Fez: Über das Problem der Europäer mit der Kopfbedeckung

Der Fez: Über das Problem der Europäer mit der Kopfbedeckung

Mann trägt wieder Hut. Die eine oder die andere Frau auch, die Queen of Great Britain sowieso. Im Winter Mützen, für Kahlköpfige Perücken, die Geschmäcker sind verschieden: Der eine richtet sich nach sich, der andere nach der Mode und gelegentlich richtet sich eine Frau nach ihrem Glauben. Das aber ist in Deutschland verboten. Nicht einmal eine Baskenmütze ließ die Vorsitzende Richterin Heike Menche in Düsseldorf/Rheinland (amtlich NW oder NRW) durchgehen: Die Baskenmütze ist wie ein Kopftuch, entschied die staatlich besoldete Dame – und ist damit für Lehrerinnen (und Lehrer?) von Gesetzes wegen verboten. Mit Gesetz meint sie die Mehrheitsmeinung des nordrhein-westfälischen Parlamentes, nach der sie sich richtet, Gewaltenteilung hin oder her.

Das Tragen einer Perücke wurde der gutgläubig auf Freiheit klagenden Lehrerin von Gerichts wegen empfohlen. So wie es wohl auch in der säkularisierten Türkei gegebenenfalls gehandhabt wird. Natürlich begrüßt die Schulministerin Barbara Sommer das unwürdige und kostspielige Spektakel als Bestätigung des neuen „Schulgesetzes“. Sie muß es ja nicht bezahlen. Das verrichtet der steuerzahlende kleine Mann im bevölkerungsreichsten Lande Deutschlands. Der zahlt – summa summarum - die Zeche für derartig expandierte Lappalien.

Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, möchte ich anläßlich dieser aktuellen Begebenheiten die keine Lappalie mehr ist (wenn schon von papiernen Gesetzes wegen sozusagen aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird) entführen in eine andere Zeit, in ein anderes Denken, in eine andere Form der Ausübung von Herrschaft. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts, noch vor dem unsäglichen ersten Weltkrieg, zu Zeiten der Habsburger in Österreich-Ungarn, der vielbeschriebenen und doch allzu vergessenen K.u.K.-Zeit spielte sich folgende Geschichte ab:

„Daß es bei der k.u.k. Marine auch eine Schiffsjungenschule gegeben hat, nimmt der gewöhnlich Sterbliche wohl kaum an – sie existierte aber tatsächlich und war in zwei abgetakelten Kriegsschiffen untergebracht, die in Sebenico lagen. In diesem Zusammenhang: Können Sie sich einen österreichischen Marineangehörigen mit einem Fez als Kopfbedeckung vorstellen? Das gab es aber tatsächlich! Dazu ein Episödchen:
Im Juli 1909 rückte ein kleiner Bosnier, Josko Sebic, aus Dolna Tuzla in die Schiffsjungenschule ein. Bei seiner Einkleidung erhielt er alle vorgeschriebenen Montur- und Wäschestücke, auch die Marinekappe. Tags darauf meldete sich der neue Schiffsjunge zum Rapport – barhäuptig -, und bekam deshalb natürlich sofort einen unsanften Anpfiff: „Kehrt marsch, und sofort Wiederkommen mit Kopfbedeckung!“

Zwar kam der Junge sofort wieder, aber er hatte einen Fez auf…

„Wohl verrückt geworden?!“

„Nein… Melde gehorsamst, aber ich bin gläubiger Moslem, und wenn ich eine andere Kopfbedeckung trüge als den Fez, enterbt mich mein Vater!“

Großes Erstaunen und Rätselraten beim Schulkommando. Dienstvorschriften und – befehle wurden gewälzt, aber nichts Diesbezügliches gefunden. Bericht an den Hafenadmiral in Pola, den größten Kriegshafen der österreichisch-ungarischen Marine.

Zwölf Tage später kam dann von der Marinesektion des k.u.k. Kriegsministeriums in Wien die Erlaubnis, daß der Schiffsjunge Sebic den Fez bis auf weiteres tragen dürfe…

Am 30. August 1913 folgte vom ‚Ministerium für Angelegenheiten Bosniens und Hercegowinas eine offizielle Festlegung: „Für Marinepersonen mohammedanischen Glaubens ist als Kopfbedeckung der Fez normiert.“

Die letzten, die von dieser Erlaubnis Gebrauch machen durften, waren die Zöglinge Hrustan Beg und Adim Beg Biscenvic des Jahrganges 1917 der Militärakademie in Fiume. Die Akademie wurde dann kriegsbedingt nach Braunau (Oberösterreich) verlegt. Das Aufsehen, das die beiden Marinebuben mit ihrem Fez dort erregt haben werden, war wahrscheinlich groß!“*

ISBN 978-3-7020-0981-6

10.4.08

Der Große Bruder Staat

"Vater Staat" ist am Ende. Immer totaler in ihren Herrschaftsansprüchen gerieren sich die, die unter Staat firmieren, als der Große Bruder, als Big Brother. Sie wollen alles fest in ihren Griff bekommen und alles wird nach ihrem Gusto laufen müssen. Gut 80 % unseres Arbeitsertrages hat der Große Bruder Staat bereits in seinem Sack, direkt und indirekt und manchmal auch gleich doppelt. Nach den Früchten unserer Arbeit kommen nun die Früchte unserer Leiber selber dran: die Kinder. Das widerliche Ansinnen, die Lufthoheit über die Kinderbetten zu bekommen (von wegen keine Bundeswehreinsätze im Innern!) hat nicht ganz so richtig geklappt. Deshalb plant die deutsche Regierung, selbst die Nationalsozialisten unter Hitler diesbezüglich übertreffend, wesentliche und grundsätzliche Erleichterungen für die Wegnahme der Kinder aus ihrem Heim. Sicher propagiert man, es gut zu meinen: kein Kind soll mehr zuhause verhungern oder geschlagen werden: Das kann man ja beim Staat viel besser, wie ja überhaupt die Privaten überall versagen - oder bringe ich da etwas durcheinander? Nach Rentenbetrug (staatlich), Gesundheitsreformities (staatlich), Bildungskatastrophe (staatlich), Finanzkrise (staatlich - ja, Geld ist staatlich, nicht privat!), Bundeswehrfiasko in Jugoslawien und Afghanistan (staatliche "Verteidigung") brauchen wir unbedingt mehr Staat in der Erziehung und Kontrolle der Heranwachsenden. (Warum nur finde ich den Schalter nicht, mit dem man den Sarkasmus abstellt?)

Immerhin hören den Weckruf der Etatisten inzwischen auch bürgerliche und konservative Kreise und bei den Katholiken rumort es gewaltig. Das ist wenig verwunderlich, denn dort hat man, wie in christgläubigen Kreisen üblich, ganz normale große und kleine Brüder und natürlich Schwestern. Das Heil hängt hier noch höher, profaner Staatsglaube verfängt deutlich weniger - und wo andere bangen, setzt man seine Hoffnung eher nicht in den trügerischen Staatssand der Steuerwüsten. Während liberale Minimalstaatfans auf die Grundgesetzwidrigkeit der aktuellen Gesetzvorhaben bauen, wird man sich in Berlin von solchen Lappalien einmal mehr in seinem Weltverschlimmbesserungseifer nicht aufhalten lassen: Der Vorrang der Politik ist total. Solange neben den Kinderbetten keine FLAGs stehen, wird man die Lufthoheit über diese schon bekommen, rein vorsichtshalber sind ja selbst schon die Wurfmesser verboten worden. Und irgendwann klappt das mit dem Klonen ja sicher auch, dann kann der Staat sich endlich seine eigenen Kinder und sein eigenes Staatsvolk schaffen. Der Staat sind wir und wir sind das Volk wird noch einen ganz anderen Klang bekommen! Vorerst aber braucht man für die Geheimdienste, Auslandseinsätze, Hauptstadtparties und "belgische Pralinen" noch andererleuts Kinder. Und das läßt sich machen: Extrem hohe Steuern und Abgaben sowie eine umfassende Bevormundung haben die Menschen, die sich ja als demokratische Herren des Geschehens wähnen, auch gefallen lassen. Und sonst kann man ihnen ja etwas ins Essen tun oder in die Luft, wenn überhaupt nötig. Denn die meisten fahren ja schon auf den Staat ab, der wirds schon richten. Im Moment braucht er halt ein paar Milliarden für die Staatsbanken, kein Thema. Selbst hochbezahlte staatlich ausgebildete Banker machen halt schon einmal Fehler und in der Größenordnung kann man ja nicht - wie beim kleinen Mann mit seinen kleinen Malheurs - verlangen, daß diese selbst die Verantwortung und die Folgen tragen. Wir sind ja ein Sozialstaat.

Tatsächlich aber ernten wir auch hier nur das, was wir säen. In den meisten Gerichtsprozessen geht es schon heute nicht mehr um Gerechtigkeit. Man ruft halt den Großen Bruder mit dem Hammer des Gewaltmonopols, um seinen Nachbarn, Mitbewerber oder diese Typen mit der falschen Meinung zu verdreschen. Wir sind ja ein Rechtsstaat. Ganz demokratisch werden sogar die Wirte in ihrer eigenen Kneipe bestraft, die nicht gegen Raucher vorgehen. Eigentum verpflichtet.

Und wenn die Untertanen nicht mitspielen? Wenn angesichts der staatlichen Bedrohung noch weniger Kinder geboren werden? Man kann ja zur Not - oder vielleicht sogar besoldungsrechtlich quasi als Ergänzung zum Ortszuschlag - das Recht der ersten Nacht wiedereinführen, zunächst für höhere Staatsbeamte. Das kann ja bedarfsgerecht ausgeweitet werden, wobei natürlich die Gefahr besteht, daß wenn der ganze öffentliche Dienst ... oh nein ... das sind ja immerhin ca. die Hälfte der Bevölkerung! Nun gut, besser vielleicht doch noch etwas in die Forschung mit embryonalen Stammzellen investieren, daß das mit dem Klonen schneller klappt...

Nehmt Euch in acht in Berlin! Es ist nicht gesagt, daß es bei dieser Form des Widerstandes bleibt. Wenn ihr Mächtigen euch an Kindern vergeht, haben deren Eltern jedes Recht sich zu wehren und ihre Kinder zu schützen. Der Preis, den Eltern dafür zahlen, ist hoch - ihr werdet daran erkennen, wie wertvoll sie uns sind, - und: ihr werdet sehen können, wie sehr wir sie lieben.


Musik Video

8.4.08

Widersprüche des Lebens

Alle unsere Philosophie kann die Widersprüche des Lebens nicht klären. Alle unsere Sprachen reichen nicht aus, sie auch nur auszudrücken. Doch, ich denke, daß Philosophie Probleme (aus)löst. Dies ist so widersprüchlich, so wahr und falsch, wie die Aussage, daß das WeltenALL unendlich ist. Auch diese Aussage ist keine Erkenntnis.

6.4.08

Schweizer Bank

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1.4.08

Fundamentalismus macht Schule

Schule leistet einen Sozialisationsbeitrag und ist ob dessen angeblich unentbehrlich. Bei allen Zweifeln an Schule, ihren und dortigen Problemen, verbleibt in fast jeder Diskussion die Essenz angeblich notwendiger Sozialisation der neuen Erdenbürger, auf die Staat und Gesellschaft ein Recht hätten.

Nun stellt sich doch die Frage, ob Sozialisation überhaupt etwas Positives ist, ob die spezielle schulische Sozialisation etwas Gutes bezweckt und ob dies dann überhaupt mittels Schule so gelingen kann. Dies sind teilweise Fragen der Weltanschauung und des Menschenbildes, teilweise aber auch ganz pragmatische und offensichliche Fragen. Vielleicht macht Schule ja auch Fundamentalisten? Und vielleicht ist das Ansinnen, eine Schulpflicht zu postulieren, selbst fundamentalistisch?
Diesen Fragen gehe ich auf einem Artikel des Onlinemagazins bildungsfreiheit.org nach. Kommen Sie mit!

30.3.08

Freies Lernen in Deutschland

Mein Beitrag zu diesbezüglichen Überlegungen findet sich jetzt auch hier: http://bildungsfreiheit.blogspot.com/

Den vollständigen Text findet sich auch auf www.bildungsfreiheit.org:

Steinbruch Freiheitsfabrik?

Da pelle ich mich aus meinem Krankenbett an den Computer und vermag dort folgendes zu lesen:
"für mich ist aufklärung das gezappel des menschen, der (frei nach Kant) von fragen gepiesackt wird, für deren beantwortung ihm die mittel fehlen. dieses bonmots eingedenk bleibt also dem kritischen geist nur, die insuffizienz der grassierenden antwortcluster zu denunzieren. wie etwa die ‘Dialektik der Aufklärung’ es versucht. immer heftig die diversen ’steine der weisen’ zerkloppen (an deren weisheit wir vielfach unfreiwillig teilnehmen dürfen) und mutig + lustig zwischen den trümmern herumvagabundieren.

so jedenfalls verstehe ich stefan. und die freiheitsfabrik."


Soviel jedenfalls Andreas Ullrich zu einem Beitrag von Stefan Blankertz. Das hört sich für mich nicht nach Fabrik an, sondern nach einem Steinbruch. Und der Abbruch in Jahrmillionen (?) organisch Entstandenen ist gleichsam Aufklärung, ja, Gewinn von Freiheit?

Ich denke, es lohnt sich, sich über dieses Wort und Bild, Gedanken zu machen.

26.3.08

Bildung abkriegen

Immer wieder heißt es, daß man den Staat braucht, damit die blöden Armen auch irgendwelche Bildung abkriegen.

Die sind gar nicht so blöd und ducken sich, ob des staatlichen Bombardememts. Und kriegen so einen Großteil der staatlichen Indoktrination gar nicht mit. Die läuft ja auch gar nicht auf RTL2, obschon die sich - da selbstverständlich staatstragend - natürlich alle Mühe geben. Würden sonst auch verboten. Senderlizenzen vergibt der Staat und seine Leute.

Früher waren die blöden Armen gar nicht so blöd. Und haben sich selber organisiert:

In Gemeinden, Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitervereinen, Glaubensgemeinschaften, Dörfern und Wirtschaften haben sie selbst Lernorte für ihre eigenen Kinder geschaffen. Tatkräftig. Heute nennt man das Homeschooling, Familienschule und Verboten. So läuft das heutzutage: Die Polizei nimmt derartige Schülerinnen mit.

Wir lassen uns nicht erschrecken: So gesehen sind wir unerzogen.

Gott sei Dank.

Bildungsfreiheit: We can not live free in Germany

Es ist wieder passiert:

Eine renommierte Familie wurde aus Deutschland genötigt. Die Täter sind die, die das Recht zu verteidigen vorgeben: Staatler.

Die englische BBC berichtet: http://bildungsfreiheit-net.blogspot.com/2008/03/we-can-not-live-free-in-germany.html

Es steht nicht gut um Deutschland: Militante Kräfte haben sich wieder des Staates bemächtigt und trachten danach, jeden parat zu stutzen: Das deutsche Prokrustes-Bett ist eng. Für von strengster Norm abweichende Lebensentwürfe ist in deutschen Landen kein Platz mehr. Was nicht paßt, soll gehen. Muß gehen.

Heil Merkel.
Oder?

Tatkräftige Gehirnsache: Sicherer leben

Es ist einfach notwendig: Informationen und Ideen, sicherer zu leben, sind hochnotwendig. Gefahren lauern überall. Der Mensch ist ihnen nicht schutzlos ausgeliefert. Räuber, Diebe und Staaten bedrängen den Menschen, aber die, die sich wehren, die Ihr Freisein gewahrsamen, kommen weiter ...

:

http://www.sicherer-leben.info/

Wir lassen Sie nicht im Regen steh'n.

24.3.08

Mein freier Wille

Wie frei sind wir wirklich, fragt die FAZ John R. Searle im Interview. Wie ist das nun mit dem freien Willen?
Es gibt da etwas zwischen den greifbaren Dingen der Physis, was Ihnen sogar vorausgehen vermag. Oder nicht? Es gibt den freien Willen, weil es ihn gibt - das hat etwas tautologisches. Freien Willen ohne Physis kann es doch gar nicht geben? Sicher: Auch freier Wille braucht einen Träger. Den Kompatibilismus aber habe ich immer unbefriedigend befunden, Determinus ist schlichtweg unwahrscheinlich und unendliche Bedingtheit ist letztendlich ein Widerspruch in sich.
Vielleicht hat auch hier die Religion noch vor der Vernunft eine Wahrheit begriffen: Der freie Wille zeigt noch über die menschlich-göttliche Ebenbildlichkeit hinaus, er ist wesentlich konstituierend, war dem Schöpfergott wichtiger noch als Absenz von Sünde. Freier Wille ist auch heute noch die Freiheit zu Unvernunft, Amoral und Sünde. Der Mensch ist auf den Weg der Freiheit verwiesen. Nicht moderne Paradeise, nicht die bestmögliche aller Regierungsformen, nicht die größtmögliche Utilität, nicht staatsgewaltige oder kapitalistische Wohlfahrt machen den Menschen lebendig -, sondern sein Freisein.

2.3.08

Lernen: Homeschooling

Wer mehr wissen will, klickt hier:
http://bildungsfreiheit.blogspot.com/2008/03/lernen-homeschooling.html
Und hier:
http://bildungsfreiheit.org/?id=4651

24.2.08

The Altensteig Case. Britische Presse berichtet

Stadt Altensteig: Bericht im Guardian (Observer) von heute

Der Guardian (Observer) berichtet in der heutigen Sonntagsausgabe über den Sorgerechtsskandal in Altensteig (Schwarzwald) sowie weitere bekannte Fälle aus Deutschland: Education Guardian

Auch in anderen Ländern rief die wahrgemachte Drohung des Bürgermeisters von Altensteig, Jürgen Großmann, Entsetzen hervor: Die Stadtverwaltung und den Rat der Stadt Altensteig erreichten Protestbriefe aus allen Teilen der Welt.
Informationen zum Fall im Artikel von Jan Edel auf liberty.li.

Bildungspflicht statt Schulpflicht

Ich schreibe jetzt auch auf bildungsfreiheit.blogspot.com und empfehle diesen Blog dem geneigten Leser. In Zeiten wie diesen kommt es auf jedes Wort an. Morgen sind wieder Wahlen, da kommt es auf jede Stimme an. Bloß gezählt - und nicht gewichtet. Gewichten aber vermögen Sie selbst. Lernen Sie, worauf es ankommt. Was man sie lehrt, kann man bei inkriminierter Staatsquote von über 80 % sowieso vergessen.

17.2.08

Das Teenager Befreiungshandbuch ist da

Der Buchtitel erklärt das Anliegen des Buches selbst, nomen est omen. Und es wird diesem Anspruch gerecht. Weit davon entfernt ein Revoluzzerbuch zu sein, gibt es viele praktische, friedliche und nützliche Tips. Auch hebt es das besondere des Teenagerdaseins ebenso hervor, wie es dieses in die Gegebenheiten der großen weiten Welt einbettet.
Internetnutzer können sogar ein Exemplar beim Freizeitportal Paashaas gewinnen. Das umfangreiche Buch mit über 450 Seiten ist für Teenager geschrieben und eine Übersetzung und Bearbeitung aus dem Amerikanischen. Die Autorin ist die gelernte Lehrerin Grace Llewellyn.

Das Teenager Befreiungshandbuch
von Grace Llewellyn
ISBN 978-3-934719-25-5
Preis: EUR 19,80

6.2.08

Das Recht auf freie Wahl

Selbst Kirchen dürfen ihre Mitarbeiter nicht frei wählen. Wer gegen das unselige Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt, wird staatlich gewaltsam diskriminiert und auf das demokratische Mittelmaß zusammengestutzt. Das Prokrustesbett der Demokraten wird enger und enger und eine freie Wahl wird höchtens noch bei der Autofarbe geduldet, in Grenzen natürlich.

So berichtet unter anderem die FAZ von einem solchen Fall, in dem eine Bewerberin abgelehnt wurde: Hier zu lesen.
Meinen dort eingesandten - nicht veröffentlichten - Leserbrief kann man nun hier lesen:

Recht auf freie Wahl

Der Mensch handelt. Zu seiner Handlungsfreiheit gehört die Wahl, die immer auch positive oder negative "Diskriminierung" ist. Die freie Wahl von Menschen, deren freie Entscheidung zu Verträgen und Handlungen, zu Übereinkünften und Kooperationen, mit wem auch immer - oder eben nicht - kann durch niemanden rechtmäßig diskriminiert werden. Wenn die Menschen sich nicht mehr frei vertragen dürfen, werden sie sich eben streiten müssen. Und die Leute vom Staat, die einmal mehr unnötigen Streit heraufbeschwören, werden sich - da sie das Gerichtswesen verstaatlicht und monopolisiert haben - gleich als (zudem teure) Streitschlichter eines Streites anbieten, den es ohne sie nicht gäbe und der sich zudem zutiefst auf Unrecht beruft.
Die Klägerin ruft den streitbaren Gewaltmonopolisten zuhilfe, um ihre Sicht der Dinge mit Gewalt durchzusetzen. Hier kann nun nicht einmal mehr von einem Arbeitsvertrag die Rede sein, es ist ein mit Gewalt erzwungenes Arbeitsverhältnis: eine staatliche Enteignung, ein staatliches Zwingen und Unvertragen, die übliche staatliche Entfriedung. Das ist die Realität und das wahre Gesicht des demokratischen, aber ganz und gar nicht freiheitlichen Unrechtsstaates: Weniger Freiheit - mehr Gewalt.

17.1.08

Schäubles "Lösung"

Die Rechtfertigung Guantanamos als "richtige Lösung" seitens des Bundesinnenministers stammt schon vom 1. Dezember 2007. Heute ist dieser gefährliche Wirrkopf immer noch im Amt. Das läßt Schlimmes befürchten über den Zustand und die Überzeugungen derer, die dieses Land von Staats wegen regieren terrorisieren.

An der hier dargelegten Aussage Schäubles ist alles falsch: die Einschätzung der Problemlage, die Aufforderung zur unbezahlten Mitarbeit, die Behauptung der Unzulässigkeit von unbedingter Kritik - und vor allem, die implizite Aussage, daß Guantanamo die richtige "Lösung" sei. Das ist unglaublich. Ist der Mann immer noch Innenminister? Muß der erst vor laufenden Kameras mit eigenen Händen jemanden foltern, bevor der zurücktritt oder zurückgetreten wird?

Aber wahrscheinlich wird er selbst dann noch als "hart und durchsetzungsfähig" gefeiert, wie es auch an den staatlichen Schulen Praxis ist, in die die deutschen Kinder deshalb auch gezwungen werden. Unter Jugendlichen - so Jauch gestern abend - ist sich die Zähne einschlagen lassen als schulisch-soziale Spitzensozialisation anscheinend ganz in Ordnung.

Und - zurück zum Thema: Wenn Guantanoma die richtige Lösung wäre, dann gäbe es ja kein Problem mehr. Selbst so wenig Logik vermag Schäuble nicht aufzubringen. Den Terrorismus werden wir aber erst dann nicht mehr haben, wenn der Staatsterror aufhört. Solange die anmaßenden und selbstgerechten Gewaltmonopolisten alle anderen in Ohnmacht versetzen, braucht man sich über Terror nicht zu wundern. Damit ist dieser nicht legitimiert; die von Schäuble und Co. propagierte und praktizierte Version der gekaperten Staatsgewalt aber eben auch nicht.

Die toten deutschen Nationalsozialisten des "Dritten Reichs" dürften inzwischen Festgelage in der Hölle feiern angesichts eines solchen Innenministers. Hier feiert ein Ungeist fröhliche Wiederkehr, der 1945 wohl nicht besiegt, sondern vom Exportweltmeister in die neue Welt und ihre noch neuere "Weltordnung" exportiert wurde. Aber soviel anders waren zu der Zeit große Teile der Mächtigen in USA und anderswo ohnehin nicht drauf.

16.1.08

Subventionen: Rüttgers & Co.

Rüttgers & Co. sollten sich in Sachen Subventionen bitte an die eigene Nase fassen. Es nennt sich zwar Politik und Förderung, aber das staatliche Subventionswesen ist doch im Grunde genommen kriminell: Da werden die - ofmals hart erschufteten - Steuergelder der Arbeiter, Selbständigen und Angestellten genommen, um davon den Konzernen Privilegien zu verschaffen. Aber wenn man so etwas macht, dann soll man nicht heulen, wenn andere Räuberhäuptlinge dieses Geschäft noch besser betreiben. Und auf jeden Fall sollte man sich an sein Wort halten. Unhaltbare Rückforderungen sind stillos, haben aber immerhin den Vorteil, daß sie die Glaubwürdigkeit staatlicher Versprechen weiter beschädigen. Dadurch wird ein - moralisch und rechtlich ohnehin zweifelhaftes - Beziehen von Subventionen zum ökonomischen Risiko. Das dürfte zuverlässig das Ende der Zusammenarbeit von Wirtschaftssubjekten mit Räuberhäuptlingen sein. So hat denn alles sein Gutes.

5.1.08

The Altensteig Case

Es fing alles ganz harmlos an: Vier Kinder einer Familie suchen sich selbst zu bilden ...

Dann greifen die staatlichen Behörden ein.

Verfolgungswut in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wird zur Zeit den Kindern einer Familie - meinentlich und juridisch - seitens des Amtsgerichtes Nagold die EU-rechtlich gewährleistete Freizügigkeit rechtswidrig verwehrt. Gewaltanwendung ist vorgesehen.

Mehr dazu gibts hier.

31.12.07

Der Waldmann

Der Name "Der Waldmann" erinnert an Ernst Jüngers anarchen Waldgänger, um den es heute jedoch nicht geht. Heute ist der Namenstag Sylvesters bzw. Silvester. Er ist der erste heiliggesprochene Papst, der nicht das Martyrium erlitten hat. Sein lateinischer Name bedeutet übersetzt der Waldmann. Sein Gedächtnis wird von der griechisch-orthodoxen Kirche am 2. Januar, von der römisch-katholischen an seinem Todestag, eben heute, dem 31. Dezember, gefeiert. Der Legende nach heilte er den Kaiser vom Aussatz. Nun haben wir heute keinen Kaiser mehr, aber die heutige "Obrigkeit" versteht die eigene Machtausübung doch als die die kaiserliche substituierend, was natürlich Unfug ist. Ein Rückblick auf das Jahr 2007 macht zwei Dinge deutlich: Es ist nicht, wie von mir vor genau einem Jahr erhofft das Jahr der Freiheit geworden: Ganz und gar nicht - und auch 2008 verspricht noch schlimmer zu werden. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben: Vielleicht, ja hoffentlich, erleben wir die wundersame Heilung der herrschenden Machthaber von ihrem tyrannischen Aussatz. Vielleicht und hoffentlich endet die Verfolgung der Bürger durch den Staat wie einst die Verfolgung der Christen unter Kaiser Konstantin ein Ende fand. Im Moment stehen alle Zeichen auf rot und nichts spricht für diese Hoffnung. Wunder aber geschehen immer wieder - und das Menschliche im Menschen kannte auch in der Vergangenheit immer und immer wieder die Überwindung auch des mächtigsten Unrechts. Ich wünsche allen, die diesen Blog lesen, Gottes Segen für 2008, Hoffnung im Herzen, große Tatkraft in Leib und Seele und Liebe im Sinn. Alles Gute für 2008.

24.12.07

Jesaja 7,13 und Christi Geburt

Da sagte Jesaja: "Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müßt Ihr auch noch meinen Gott belästigen?"

So finden sich auch heute Menschen reichlich von der Regierung belästigt, gerade auch wohlschaffende Personen und Vereinigungen, gerade heute auch wieder Familien, die unter das Dauerfeuer politischer Zielsetzung geraten sind. Und auch suchen die Herrschenden Gott zu belästigen und ihn für ihr schwaches Menschenwerk zu mißbrauchen.
Es ist also auch heute leicht, sich in die Zeit und Klage Jesajas einzufinden. Weiter fährt der Prophet fort: "Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben." Die Geburt dieses Immanuel, des Christus (Erlöser), feiern wir in diesen Tagen. Und ich beklage mit Jesaja die unzähligen Belästigungen durch die Herrscher und Mächtigen und freue mich an meinem Erlöser, den Gott selbst sandte als sein Kind. Er selbst segne unsere diesjährige Weihnacht.

9.12.07

Copy right

Wieder einmal ist es dem anonymen Blogger drchaos gelungen, mit Witz auf zweifelhaftes Unrecht-Recht aufmerksam zu machen und eine Sache praktisch und angenehm rechtmäßig gewürzt zu regeln. Da dann der Witz auch noch das Unproblem im Kern trifft und entlarvt, bekommt er von mir heute den

1. Preis in goldiger und dauerhafter Anerkennung für den besten Copyright-Vermerk eines deutschsprachigen Impressums

Herzlichen Glückwunsch! Und natürlich Danke!

8.12.07

Ohne Vertrauen geht es nicht.

Es ist furchtbar.

Aber ohne Vertrauen geht es nicht.
http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/online/2007/50/kommentar-pflichtuntersuchungen#comment-86782

 

14.11.07

Pomperipossa in Monismanien

„Werte schaffen erlaubt dir der Staat mitnichten,
nach des Amtsschimmels Launen sollst du dich richten.
Hilf Castro, den Krieg in Angola zu führen,
oder geh ins Spital, dort laß’ dich kurieren.“

Diese Zeilen stammen weder aus libertärer Feder, noch von Kritikern der staatslüsternen Psychiatrie, weder von einem Ordoliberalen, noch von einem Banker, sondern wurden - zunächst in Steno - von der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren gedichtet. Unter anderem mit diesen Zeilen rebellierte die weltberühmte Schreiberin – ganz auf ihre Art – gegen die Steuerbelastung allerdings erst dann, als sie diese bei 97,5 % wähnte. Sie schrieb das Märchen ‚Pomperipossa in Monismanien’, welches den Bezug zur Realität kaum kaschieren konnte. Tatsächlich betrug ihre Steuerbelastung damals 101 % (kein Druckfehler). Dieser nominal marginale Unterschied bewog die an für sich überzeugte Sozialdemokratin dann zu den hinreißenden Sätzen: „Da beschloß Pomperipossa, auf die Straßen und Plätze hinaus zu gehen und Geld zusammen zu betteln um sich eine, wenn auch noch so kleine, Brechstange zu kaufen. Zittert, ihr weisen Männer, dachte sie, und verstärkt die nächtliche Bewachung eurer Geldkästen! 5.000 will ich jedenfalls haben – könnt ihr völlig hemmungslos stehlen, dann kann ich es auch!“

Heute, am 14. November, jährt sich Astrid Lindgrens Geburtstag zum 100. Mal. Grund genug, sich an ihre Geschichte zu erinnern, die damals die erfolgsverwöhnte schwedische Sozialdemokratie in Aufruhr versetzte und dazu beitrug, Olof Palme vom sozialistischen „Thron“ hinabsteigen zu lassen. Ihrer smaländischen Erziehung getreu hatte sie zeitlebens ein sparsames und einfaches Alltagsleben geführt und durchaus auch erklärt, daß sie ihre Steuern voller Freude bezahle. Aber wie immer im Leben kann man alles übertreiben.
Jedenfalls erinnerte mich noch etwas anderes an Lindgrens „Märchen“ und zwar der Umstand, daß ich gerade ein neues Jobangebot studierte und unsere Stromrechnung bekam. Verblieben bei dem neuen Job nicht einmal 50 % der Lohnkosten zu meiner freien Verfügung, entsprach der angeforderte Betrag der Stromgesellschaft ziemlich genau einem Nettolohn; darin enthalten wieder 50 % Steuern und sonstige Staatsabgaben. Damit sinkt der freie Ertragswert meiner Arbeit auf unter ein Viertel, allerdings zu den Konditionen der ungünstigen Steuerklasse V. Und wer jetzt meint, wir würden einfach sehr viel verdienen, da wir sonst kaum soviel abgeben müßten, den muß ich leider darauf verweisen, daß wir – beide berufstätig und mit 3 Kindern – sogar noch ein paar Euro nach Hartz IV bekommen könnten. Und so leben auch wir bescheiden in einer preiswerten Wohnung, ohne Auto und Fernseher und kommen so gerade zurecht. Nach der Lektüre des Märchens von Astrid Lindgren wische ich nun beschämt die Fußtritte von den Wänden ab, die ich zuvor dort hinterließ, als ich selbige hoch ging: Wie ungleich höher lag doch die zufriedene Duldsamkeit dieser prominenten und engagierten Autorin!
Und doch hatte auch ihre, bis fast zur Selbstaufgabe gehende Duldsamkeit ein Ende und sie erfaßte schlagartig den Charakter der sozialen und demokratischen Steuereintreiber. Es ist Astrid Lindgrens großes Verdienst um die Sache der Freiheit, den auf ihr Märchen massiv einsetzenden Angriffen der schwedischen Sozialdemokraten widerstanden zu haben, die sie sogar bezichtigten, auf „ihrem Gold zu sitzen“. Davon konnte nun beim übelsten Willen keine Rede sein und so stärkte Astrid Lindgren in der Sache und im Ergebnis die liberale Partei, was dazu führte, daß 1976 das Ende der jahrzehntelangen sozialdemokratischen Vorherrschaft erreicht war. Das ersparte den Schweden eine harte Bauchlandung und ermöglichte zumindest langsame Verbesserungen.
Der Text des Märchens findet sich auch auf deutsch im Internet, eine Stellungnahme des deutschen Fiskus fand ich dagegen nicht. Es bleibt, Dankeschön zu sagen, an eine großartige Autorin, deren Pippi Langstrumpf Bücher in der Grande Nation, in Frankreich, erst Mitte der Neunziger Jahre original erscheinen konnten: Vorher verweigerte man eine originalgetreue Veröffentlichung. Der Grund: zu anarchistisch.

Das Märchen: http://pippi.de/omastrid/politik/possa1.htm
Die Autorin: http://www.astrid-lindgren.de/

Beitrag auch veröffentlicht in der Ausgabe 77 der Zeitschrift eigentümlich-frei: http://www.ef-magazin.de/

7.11.07

Frei ist der Mensch

Man kann nicht alles haben: Entweder das Volk herrscht oder das Recht. Oder verfügt das Volk in Summe über ein ausreichendes Rechtsverständnis, um einen Rechtsstaat zu bilden? In jedem Einzelfall? Oder ist das nicht schon ein Widerspruch in sich: Rechtsstaat?

Weiter: http://demokratie-rechtsstaat.blogspot.com/

27.10.07

Entäußerung: Ich über mich

Wer bin ich? Wo bin ich? Der Mensch gehört sich selber. Darüber lassen sich Philosophen wie Hans-Herman Hoppe aus - und auch Websites wie die von Jonathan Gullible. Es ist auch richtig. Trotzdem fragen sich Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen: Wo gehöre ich hin? Bedarf der Mensch der Ausrichtung?
Der Mensch, der er selber ist, hat jedes Recht, eine Berührung von sich zu weisen. In jeder Beziehung. Dies nicht anzuerkennen, macht die alten und die modernen totalitären Herrscher gleichermaßen aus.
Und doch ist der Mensch auf Berührung angewiesen: Der Einsame verkümmert.
Nicht einmal diese Behauptung stimmt. Monastische Erfahrungen sprechen hunderttausendfach dagegen. Der Einzelne in seiner Klause kann zu sich finden, ja, selbst zu Gott. Auch hier begegnet er einem Du, anschauend, verzweifelnd, reflektierend, anmaßend, zurückweisend, annähernd, verschieden.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, er begegnet. Anderen und sich selbst. Bleibt er bloß sein eigen, wird er verkümmern. Es ist ein Paradoxon des allgemeinen menschlichen Eigentumsrechts, daß der einzelne Mensch sich selbst entäußert, er anderen als er selbst begegnet. Keine Unfreiheit kann dies ersetzen. Selbst der Gefangene hat einen Wärter.

Ich. Ich gehe über mich selbst hinaus, ich entäußere mich. Ich, ich selbst, gehe auf einen anderen zu, begegne ihm. Wir tauschen uns aus, verständigen unser Handeln. Ich bin mehr geworden. Ich bin nicht mehr ich selbst. Und doch führt mich meine Entäußerung zu mir zurück. Und zum Anderen. Zugleich, aber nicht gleichermaßen.

Ganz anders, wenn ich gezwungen werde. Nun belästigt und beschwert mich der Nächste wie der Fernste. Um alle soll ich mich kümmern, aber nicht ich selbst: ich soll bloß zahlen, mich selbst vergessen und alles bereitstellen. Zurverfügungstellung ist die Sache, Zurverfügungstellen soll ich mich und was ich schaffen kann. Streng nach Vorschrift. Der Führer, das Volk bestimmt. Mein Gehorsam erschreckt mich. Es muß ja weitergehen. Aber da lang?

Äußere ich mich, verbietet man mir den Mund. Und doch kommt es genau darauf an. Es kommt nicht bloß über mich: Ich bin es selbst.

24.10.07

Recht auf Nahrung

Wir waren vor einigen Tagen Gast in einer Filiale einer bekannten amerikanischen Schnellrestaurantkette, als mir die Tageszeitungen auffielen, die die wiedergewonnene Handlungsfähigkeit der EU betitelten und priesen. Mit dabei auf Seite 1 war auch ein Artikel über irgendeinen Wirrkopf bei den Vereinten Nationen, der die marktwirtschaftlichen Positionen verurteilte und sich vehement für das geplante Recht auf Nahrung einsetzte. Der Hunger möge also - und das ist jetzt meine Sichtweise - nicht durch Handeln vertrieben werden, sondern durch Fordern. Ich nahm also all meinen verbliebenen Untertanengeist zusammen und stellte ihn gehorsamst den neuen Weltanschauungen zur Verfügung. Gleich fühlte ich mich wohler: weltmännischer, hungerbekämpfungsmäßiger, einfach "guter". Und schon fand ich es sehr verletzend, daß mich der durch einen internationalen kapitalistischen Heuschrecken-Konzern ausgebeutete Mensch hinter seiner metallenen Kasse ganz profan an den von mir angeblich zu bezahlenden Betrag hinwies. Selbstredend wußte ich, wie ich zu reagieren hatte und verwies den Ausgebeuteten darauf, daß ich ein Recht auf Nahrung habe und er nicht die Partei der kapitalistischen Ausbeuter ergreifen solle. Derweil wuchs ich bestimmt um fünfeinhalb Zentimeter. Der ausgebeutete und selbst ausbeutende Kassierer verwies auf seine Vorschriften, der herbeigerufene Geschäftsführer auf die Gepflogenheiten und beide beharrten auf ihrer Forderung. Anderenfalls würden sie nicht liefern und meinten völlig selbstbewußt, daß irgendwelche UN-Fritzen sie nicht interessieren würden - bei Ihnen würde man zahlen oder gehen. Ganz offensichtlich war Ihnen der Ernst der Lage nicht bewußt: Wenn die Staaten ein Recht auf Nahrung erst einmal durchsetzen würden, dann käme ich mit der Polizei wieder. Das kann doch nicht so schwer zu begreifen sein? Amerikanisches Essen muß dumm machen, anders konnte ich mir das nicht erklären. Aber sitzt nicht die UN auch in Amerika? Was die da wohl essen?

19.10.07

dpa Deutsche Presse Agentur

Es fällt mir schon seit Jahren auf, aber die Tendenz scheint doch steigend zu sein: Die dpa wird Ihrem Selbstanspruch als Nachrichtenagentur immer weniger gerecht. Zu häufig sind dpa-Meldungen kommentarverseucht.
Nehmen wir, zum Beispiel eine Meldung von heute morgen:
"

19.10.2007, 08:15 Uhr

Ab 2009 sollen überfällige EU-Reformen durchgesetzt werden

Lissabon (dpa) - Die Europäische Union gewinnt für ihre fast 500 Millionen Bürger die politische Kraft zurück. Nach zwei Jahren politischer Lähmung einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs am frühen Freitagmorgen in Lissabon auf neue Verträge. Diese sollen es ermöglichen, von 2009 an die überfälligen Reformen durchzusetzen. Polen und Italien setzten in den achtstündigen mehr Einfluss im Ministerrat beziehungsweise im Europaparlament durch. Bundeskanzlerin Angela Merkel wertete die Einigung als großen Erfolg.
"
Der erste Satz ist durchwegs eine Einschätzung, keine Nachricht. Sie ist auch falsch. Wer sagt, daß die EU für ihre Bürger da ist - und dann ausgerechnet auch für alle? Es ist das Wesen von Politik eben nicht für die Menschen da zu sein, sondern für die Machthaber - und das sind bestenfalls heutzutage die Vertreter von bloßen Mehrheiten. Ohne Politik würden die Menschen ihre Entscheidungen selbst für sich treffen können. Das nennt man Markt und Kooperation.
Auch der zweite Satz ist nur am Ende eine - zudem dürftige - Nachricht. Von politischer Lähmung kann kaum eine Rede sein, bei laufenden Erlassen und Vorschriften für die Mitgliedsstatten. Auch hier Meinung statt Nachricht. Ganz klar sind leider auch nicht die beiden letzten Sätze, was aber der Kürze der Nachricht geschuldet ist.

10.8.07

Bananenkrümmung und Ichlinge

Es gibt Ichlinge und Teamlinge. So die Meinung von Dr. Michael Blume (Dr., staatlich anerkannt) hier: http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4090356/

"Denn es zeichnet m.E. ja gerade eine freie Gesellschaft aus, dass sie die Lebensentscheidungen von Menschen wirklich respektiert."

Die Lebensentscheidung von Händlern, Bananen von einem von dem von EU-Bürokraten anerkannten abweichenden Krümmungsgrad freiwillig europäischen Verbrauchern auch nur anzubieten, ist weder demokratisch noch staatlich sanktioniert. Solche Bananenhändler werden verfolgt und Ihr freies Werk wird gewaltsam unterbunden. Zu Lasten der Verbraucher.

Also, Herr Dr. Blume, haben wir keine freie Gesellschaft.

11.7.07

Bessere Gefährdung von Familien durch den Staat

Obwohl die Europäische Kommission für Menschenrechte Deutschland in Familiensachen mehrmals ermahnte und der Gerichtshof Deutschland auch verurteilte, werden die Befugnisse der Jugendämter (die ohne Fachaufsicht sind!) und Familiengerichte weiter erweitert. Eltern und Kinder werden in Zukunft noch leichter und öfter unter staatlicher Willkür leiden zu haben als schon heute. Der "Abbau von Tatbestandshürden" heißt realiter nichts anderes, als daß eben noch weniger Tatsachen einem Eingriff der gewalttätigen Staatler im Wege stehen. Die Entwicklung sollte eigentlich umgekehrt laufen.

Während Schäuble noch vergeblich darum kämpft, bloße Verdachtsmomente für staatliche Freiheitsberaubungen nutzen zu können, ist im Bereich staatlicher Kinder- und Jugend"hilfe", genau dieser Umstand demnächst Gesetz. Aber leider ist das noch nicht alles, denn auch das Arzt-Patienten-Verhältnis soll belastet werden. Die Nachfrage von ärztlichen Leistungen, die Eltern im Interesse ihrer Kinder realisieren, soll von Staats wegen für eine Erhebung von Daten und forcierter staatlicher Kontrolle genutzt werden. Trotz der schon Orwell-mäßigen Euphemismen sei hier der uns angreifende Feind zitiert:
Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei den fürsorglichen Staatlern, die die mir abgepreßten Steuergelder dafür verwenden, mich zu bedrohen, meine Rechtssicherheit zu verringern und mich zu kontrollieren.
Nicht bedanken möchte ich mich bei den Mituntertanen, die diese Verbrecher gewählt haben.

3.7.07

Die Wollen-Fabrik: Moral will mehr.

Ich beziehe mich auf einen Artikel von Andreas Ulrich, Freiheitsfabrik produziert:

http://blog.freiheitsfabrik.de/?p=860

und merke an:

Moral will mehr.

Ein Wollen.

Aber schon dem Sollen sind Grenzen gesetzt.
Sollen bedarf der Nachfolge, Müssen bedarf des Zwangs.

Ich bin für das Wollen wie für die Freiheit. Und für kein bißchen mehr.

http://de.liberty.li/magazine/?id=4370

20.6.07

Die Feile

Im Freiheitsforum hatte ich mich in einem anderen Zusammenhang schon einmal dazu geäußert: Worte gleichsam in die Hand zu nehmen, zu drehen und zu wenden, aus verschiedener Perspektive zu betrachten und die Perspektive und das Wahrgenommene intellektuell und fühlbar zu reflektieren. Andreas Ulrich von der Freiheitsfabrik ist darin meisterlich geübt. Er selbst mag sich dabei wenden und quälen, aber ich und sicher auch andere seiner Leser profitieren davon in dankenswerter Weise. Deshalb einmal auch an dieser Stelle ein Dankeschön dafür.

Schon bei seinem Artikel "Die Anmassung von Wissen" habe ich gedacht: Gut, daß wir uns haben. Daß es eine breite Pallette an Sozialisationen und Denkweisen gibt: gut, daß es nicht nur liberty.li, die Freiheitsfabrik oder nur das Freiheitsforum gibt. Ganz weit ausgeholt: Gut, daß es nicht nur ein Ich, sondern auch ein Du, daß es Andere gibt. Andreas Ulrich' aktuelles Werk aus der Freiheitsfabrik findet sich hier: http://blog.freiheitsfabrik.de/?p=848

Er kritisiert Hans Hermann Hoppe's Ausführungen in einem Interview der Schülerzeitung Blaue Narzisse zu Recht und hat wieder ein gutes Gespür für Feinheiten auf die es wesentlich ankommt.

Hans Hermann Hoppe meint unter anderem: “Die Proponenten einer natürlichen Ordnung sind nicht so naiv wie die Sozialisten und die Etatisten. Sie gehen nicht davon aus, dass sich die menschliche Natur verändern lässt. Sie nehmen die Menschen, wie sie tatsächlich sind, und fragen, wie kann man eine Gesellschaft so einrichten, dass die Häufigkeit von Konflikten reduziert statt erhöht wird, dass Rechtsbrecher möglichst ergriffen und bestraft werden statt ungestraft davon zu kommen, dass Fleiß belohnt und Faulheit bestraft wird.”

Und Andreas Ulrich meint dazu: "Kein irgendwie anarchistischer Mensch wird sich fragen, wie eine Gesellschaft eingerichtet werden kann (Sozialismusklempnereien!) - und: warum sollen ‘Faule’ bestraft werden? Reicht es nicht, dass man nicht gezwungen wird, ‘Faule’ zu unterstützen, wenn man es nicht will?"

Und ich danke Andreas gleich noch einmal: denn seine Fähigkeit, die Dinge schärfer wahrzunehmen und dies auch formulieren zu können ist eine Gabe, die Unterscheidungskraft schafft. Für heute und bis auf weiteres erlaube ich mir, ihm den Spitznamen "Die Feile" zu geben, da er erneut andererleuts Überlegungen wesentlich geschärft hat.

Ich bin so frei und redigiere Hoppes Text so, wie ich es sehe: "Die Proponenten einer natürlichen Ordnung sind nicht so naiv wie die Sozialisten und die Etatisten. Sie gehen nicht davon aus, daß sich die menschliche Natur verändern läßt. Sie nehmen die Menschen, wie sie tatsächlich sind, und fragen, ob eine frei gewordene Gesellschaft denkbar und unter welchen ganz wenigen Bedingungen vorstellbar ist, derart, als daß dort beispielsweise die Häufigkeit von Konflikten reduziert ist, daß Rechtsbrecher möglichst ergriffen und Rechtsbruch eher unattraktiv ist, und daß Fleiß belohnt und Faulheit niemand anderen zwangsweise etwas kostet."

So habe ich jetzt auch etwas gefeilt und übergebe gerne an den, der mich dazu inspiriert hat.

14.6.07

Das Kapitalismus-Märchen

Wie war das damals, als es noch keine Bösen gab...

... im Märchenland?!

5.6.07

Wir brauchen Freiheit

Wir brauchen Freiheit. Wir - brauchen - Freiheit.

Wir, das bin ich und andere. Brauchen ist Sein und Soll zugleich. Aber was ist Freiheit?

Jeder Mensch gebraucht seine Freiheit. Und man kann sie ihm nur mit Gewalt/Politik nehmen. Verzichtet man auf Politik/Gewalt, dann kann immer noch nicht jeder machen, was er will: Denn verzichtet er wirklich auf Gewalt, dann braucht er zu einem Tun, welches einen anderen betrifft, dessen Zustimmung. Dies ist zunächst eine Frage der Kommunikation, letztendlich aber eine Frage der Friedfertigkeit, eine Frage der Anerkennung des existierenden Anderen. Der ist da. Und da bin ich. Wo wir zusammenkommen bedarf es eines Vertrage(n)s. Wo wir nicht zusammenkommen möchten, bedarf es einer Auseinandersetzung.

Wo wir eines Dritten bedürfen, sind wir sein Eigentum.

Ich bin der Einzelne.
Du auch.
Wir sind zwei Einzelne.
Gemeinsam sind wir stark.
Und haben Freunde.
Streiten wir uns, streiten wir uns.
Einigen wir uns, einigen wir uns.
Einigen wir uns nicht, einigen wir uns nicht.
Kein Dritter lacht.

Einen Richter kennen wir nicht.

Wer mich, wer Dich,
wer uns gemacht,
mag unser Richter sein.

Gnädig, wie einst verheißen, wird unser Richter sein.
Hat er uns doch selbst gemocht.

4.6.07

Es geschah in Bodrum (Türkei).

Ist-Soll Analyse? Nachdenken? Geschichte? Vordenken? Zukunft? Rassismus? Menschliche Universalität? Der Einzelne? Die Anderen? Wie und warum handeln Menschen?

Spannende Fragen und einige Überlegungen beschreibt Rahim Taghizadegan auf liberty.li hier. Lesen lohnt sich: Denken unvermeidlich.

Ich kommentiere diesen Artikel hier nicht. Aber hier.

23.5.07

Gewaltaufruf

Übt Gewalt! Tätigt Gewalt. Beherrscht die Massen!

Dies ist kein sozialistischer, dies ist kein nationaler, dies ist kein gewalttätiger Aufruf. Dieser Aufruf ist ganz demokratisch: Alle bemächtigen sich des Einzelnen! Alle herrschen, der Einzelne zahlt die Steuern. Viele Einzelne zahlen Steuern.

Wie lange noch?

Und: Was haben Sie davon?

16.5.07

Einmal mehr: Zwangsarbeit in deutschen Landen

Baden-Württemberg will der Kinder mit Gewalt habbar werden

Unheimlich, erstaunlich, aber wahr. Hier und heute nimmt der gar nicht (mehr) liebe Vater Staat (dem Vatertag nicht gewidmet ist) Kinder und Eltern ins staatlich-monopolistische-bildungswahnsinnige Visier.

Die Freiheit der Menschen ist auch in Baden-Württenberg dahin: Die Hoheit über die Kinderbetten, die waffenfähige Bildungshoheit über dort lebende Kinder und ihre Eltern fordert - womöglich sogar entschädigungslos - Helmut Rau in den Stuttgarter Nachrichten vom 16.05.2007:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1426404

In diktatorischer Manier werden Menschen unter den Schutzschild staatlicher Dummheit befohlen. Nicht einmal der kaiserliche Adler nahm seinerzeit die Bewohner des Kaiserreiches derart unter seine Fittiche.

Die moderne Demokratie tritt den Menschen mit Gewalt gegenüber. Sie zwingt die Menschen zum staatlich verheißenen Heil. Des Menschen persönliches Glück, seine Meinung, sein Glaube (oft nicht einmal sein Dasein) und sein Wohlbefinden zählen nichts im real existierenden Angesicht staatlich beanspruchten Heilswissens. Ich habe es schriftlich aus norddeutscher Ministerhand: "Der Einzelne ist - buchstäblich - nicht maß-geblich." Die sozialistisch-konsumistische Massengesellschaft verlangt ihre letzten Opfer: Konsum und Gehorsam ist alles, Selbstbestimmung und Unternehmung ist tendenziell verboten.

So bleibt es nicht. Es folgt eine Welt, die gerechter ist, individueller und menschlicher. Lange wird es nicht mehr dauern.

Ihnen, liebe Leserin,
Ihnen, lieber Leser,
einen wohlerlebten Christi-Himmelfahrtstag

P.S.: http://eltern-und-erziehen.blogspot.com/2007/05/offener-brief-helmut-rau.html

4.5.07

Alles in allem

Alles in allem zu sehen ist unmöglich.
Alles in allem. Zu sehen ist unmöglich.

Ich will. Ich kann. Ich tue. Das ist Freiheit.
Ohne auf den Preis zu schauen: Das ist Leidenschaft.
All' dies für Dich: Das ist Liebe.

Ich und Du: Das ist die Welt.
Die Welt, die sich lieben läßt.

3.5.07

Da da DaDa

Da! Da! Da ist doch etwas.

Ohne die Liebe ist nichts.

Nichts ist nicht Nichts, nur weil es die Liebe negiert...

Es kann nicht Nichts sein, weil es die Liebe gibt.

Nicht zu lieben ist unmöglich.

Alle Möglichkeit ist durch die Liebe.

Alles Sein ist in Liebe betrachtet.

Es ist nichts, als in Liebe bedacht.

Es kann nichts sein, ohne geworden zu sein, es ward nichts ohne Liebe.

Was Haß gesät, wurde doch Liebe - und kein Haß kann ohne Liebe sein.
Das Gute obsiegt, weil es immer war. Das Böse ist, aber währt nimmer.

Gott segnet - und alles wird gut. Kein Samen kann vergehen.

Die Liebe währt und ist wahr. Auch jetzt.

Nichts ist unmöglich.
Nichts war möglich.
Aber: So sollte es sein.

Und es ist jetzt, es war und es wird sein immerdar. Ob verstanden, gefühlt, gewesen oder da. Da.
So wie Du. Dar. Da.

Der auf Dich zeigt, ist ebenso da wie Du da bist. Und Du bist da, auf Ihn zu zeigen. Da. Da.

Oder da.

Jedenfalls da dar. Du.

Und ich.

Bin da. Auch ich bin jetzt dar.

Und da. Und dar.

Und so weiter.

Das muß die Ewigkeit sein.

Da.

30.4.07

Nachgefragt: Bildung

Bildung ist unvermeidlich, es sei denn, ich bin tot. Bin ich aber nicht - und bilde mich. Selbst für Erwachsene ist dies universal, vielmehr aber für Kinder, denen die meisten Möglichkeiten verwehrt bleiben; der deutsche Schulzwang steht für Bildungsplanwirtschaft: Bürokratische Sozialisten intonieren, was für die/den Einzelnen gut ist.

Natürlich ist dies eine Anmaßung, denn der Schulbürokrat steckt nicht in der Haut all derer, die er seiner Meinung zu unterwerfen sucht - und der allein von Staats wegen gehört wird. Macht manipuliert gerne, vor allem zu Ihren Gunsten.

Jeder lebendige Mensch bildet sich: Gewollt oder ungewollt. Frei oder unfrei. Bildung ist unvermeidlich. Und freie Bildung führt zum Ziel: Zu sich selbst und genehmer Gemeinschaft.

15.4.07

Hans Filbinger tot

Würde man um Filbingers - von interessierter ddr/sowjetisch-kommunistischer Seite initiierter und mittels auch westdeutscher Lakaien betriebener - politischer Hinrichtung soviel Wirbel machen, wie um Oettingers wohlwollende Totenwürdigung, könnte man Vertrauen in die deutsche Öffentlichkeit haben. So aber nicht. Hans Filbinger, der sich ums Ländle tatkräftig verdient gemacht hat, hat gerade dadurch - anders als zum Beispiel der sympathische Günther Grass - ganz praktisch und nützlich zum Ausdruck gebracht, daß er verstanden hat.

Ich halte ihn - auch wenn ich mir (allerdings auch ansehens der gegebenen Zeitverschiebung) mit ihm nicht eins bin - keinesfalls für ein Fähnchen im Wind. Seine, von Herrn Oettinger dargelegten, Zweifel am NS-System sind durch seine anfolgende Vitae glaubwürdig. Und was NS angeht, möge sich jeder rote, gelbe, grüne oder schwarze Deutsche an seine eigene hell- oder dunkelbraune Nase fassen.

5.4.07

Alles, was Recht ist: Kann Freiheit herrschen?

Anarchie! Herrschaftslosigkeit! Warum herrscht keine Freiheit?

Anarchie, Herrschaft, Freiheit! Sind diese Begriffe neu auszutarieren? Welche Macht kann dies leisten?
  • Wahrheit?
  • Gerechtigkeit?
  • Mehrheit?
  • Weisheit?
  • Unumgänglichkeit?
Grundlegende Fragen sind neu zu stellen. Die Welt verändert sich laufend. Und nicht nur das Klima. Aber der Mensch bleibt gebunden; jedoch befähigt, weiter zu denken.

Noch ist das nicht verboten.
Noch versucht die gängige Schule bloß, Denken zu kanalisieren.
Noch.

Aber Denken ist frei. Unvermeidlich. Unumgänglich.

Menschen können nicht nicht denken. Da nutzt auch kein Schulzwang den Herrschern.

Freiheit kann herrschen. Prinzipiell.
Nicht absolut.

Wer das braucht, mache eine Diktatur auf. Für sich.
Aber nicht auf Kosten der Steuerzahler.

Wir sind das Volk.
Auf uns kommt es an.
Auf jeden einzelnen.

Der sich beherrscht.

2.4.07

Demokratie: Die Mehrheit bestimmt

Volksherrschaft. Das Volk herrscht? Oder die herrschende Meinung? Oder herrschen die, die das Volk glauben machen?

Wer bestimmt, wer entscheidet: eine Quantität, eine Qualität, welche Qualität? Kennt man keine Qualität mehr, entscheidet die Quantität.

Jedenfalls entscheidet die Mehrheit in einer Demokratie bloß das, was - auf Kosten anderer/aller (dies ist eine Frage der Gerechtigkeit) - getan wird. Nicht aber die Wahrheit.

Das ist die ganze Wahrheit: Die Demokratie verzichtet darauf.

- in Sachen Aids
- in Sachen Klima
- in Sachen Menschwerdung
- in Sachen was wem gehört

und das wird nicht gutgehn.

23.3.07

Legalize Homeschooling!

Gute Nachrichten aus Bonn. Nachdem Heike Schmoll von der FAZ sich über den Professor aus Costa Rica herablassend mokierte, bläst nun ein Professor aus Deutschland in Sachen Hausunterricht in dasselbe Horn wie sein Kollege aus Mittelamerika, der immerhin UN-Sonderbeauftragter für Menschenrechte ist:

"Die Kriminalisierung der Eltern ist ein Skandal"


meint auch
Pädagogik-Professor Volker Ladenthin und fordert die Legalisierung des Hausunterrichts in einem Interview in der Welt von heute (23.03.2007). Dabei räumt er mit weitverbreiteten Vorurteilen auf, die er selbst überwunden hat, als er sich mit dem Thema anläßlich des von Ihm und Ralph Fischer herausgegebenen Buches Homeschooling - Tradition und Perspektive auseinandergesetzt hat (Inhalt hier). Die Wissenschaft also kommt in Sachen Bildungsfreiheit voran. Das ist sehr erfreulich. Und daß die kleine deutsche Politik wieder einmal nicht verstehen will, was draußen in der großen weiten Welt alles möglich ist, das ist natürlich eine andere Sache.

Weitere Informationen gibt es beim Netzwerk Bildungsfreiheit und auf liberty.lernen.li.

26.2.07

Well done? Jugendamt Erlangen und der Lügendschungel

POLICE STATE, GERMANYHomeschool family toldto give up 5 other kidsOfficials suggest breakup would solvedispute over daughter's home education
Posted: February 25, 20071:00 a.m. Eastern
By Bob Unruh© 2007 WorldNetDaily.com
Melissa Busekros
German authorities who sent 15 uniformed police officers to take custody of a 15-year-old girl who committed the crime of being homeschooled now have suggested a solution that, in their minds, would "resolve" the situation: the parents should give up custody of their other five children.
The situation involving Melissa Busekros has been in the headlines ever since the beginning of this month, when the officers arrived at her parents' home with a court order allowing them to take her into custody, "if necessary by force."
She had fallen behind in math and Latin, and was being tutored at home. When school officials in Germany, where homeschooling has been illegal since Adolph Hitler decided he wanted to control the educating of all children, discovered that fact, she was expelled. School officials then took her to court, obtaining a court order requiring she be committed to a psychiatric ward because of her "school phobia."

She later was moved to a different hospital without her parents' knowledge, and then put in foster care. She was permitted to make a telephone call to her parents, although she was not allowed to let them know where she was.
Then the court decided while none of those restrictions would be lifted, she would be allowed to meet for one hour a week with her parents, as long as the meeting took place in a government building.
Now the Home School Legal Defense Association, the nation's largest homeschool organization with more than 80,000 member families, has confirmed in a news alert to members the German government's offer to the family.
"Melissa’s father, Hubert Busekros, said he and his lawyer were offered a compromise this week that they could not accept," the HSLDA said. "The authorities wanted the Busekros's to give up custody of their other five children in order to resolve this situation. Hubert said the authorities are considering doing psychiatric exams on the other five children in order to implicate Hubert and his wife as unfit parents and thereby break up the family."
Such actions, the homeschool organization said, are "an outrage."
"There are approximately 40 other cases pending in Germany [against homeschoolers]," the HSLDA said. "Many homeschool families have fled to Austria or another nearby country where homeschooling is legal. The German government is persecuting these innocent families without mercy. The German Embassy has indicated they cannot allow 'parallel cultures.' Christian homeschooling is a 'parallel culture' that Germany does not want."
Practical Homeschool Magazine noted one of the first acts by Hitler when he moved into power was to create the governmental Ministry of Education and give it control of all schools, and school-related issues.
In 1937, the dictator said, "The Youth of today is ever the people of tomorrow. For this reason we have set before ourselves the task of inoculating our youth with the spirit of this community of the people at a very early age, at an age when human beings are still unperverted and therefore unspoiled. This Reich stands, and it is building itself up for the future, upon its youth. And this new Reich will give its youth to no one, but will itself take youth and give to youth its own education and its own upbringing."
"It is beyond belief that Germany is still enforcing a law that was written for one reason only – to be used by Hitler to control and indoctrinate German youth. It had no other redeeming value," said Shoshona Bat-Zion on a homeschoolers' blog.
American homeschoolers need to be worried, according to a WND report, because the ease with which similar restrictions on free choice could be imposed in the United States.
A Democrat Senate and a Democrat president could ratify U.N. treaties such as the U.N. Convention on the Rights of the Child, or the European Convention on Human Rights, which is an offshoot of the U.S. Universal Declaration of Human Rights.
That is the foundation being cited by the German government to ban homeschooling entirely, and to indoctrinate public and private school students into a sexualized, socialist society.
In the last several years, many homeschooling parents in Germany have been sentenced to prison for teaching their children in a Christian lifestyle.
Michael Farris, cofounder of the Home School Legal Defense Association, has called for an amendment to the U.S. Constitution to protect the right of parents to educate their children at home, in light of such developments in Europe.
His concern is exactly that U.N. Convention on the Rights of the Child, a plan already accepted as law by many nations around the globe.
A homeschool advocate in Germany who works with Netzwerk-Bildungsfreifeit, earlier wrote to WND that, "We are not far away from an intolerant dictatorship in our country. Parental rights are more and more abolished. If you do not educate the way the state wants, the so-called Jugendamt (youth welfare office) is quick to check out if they can take away the custody of your children."
He is not being identified because of his position in Germany.
"As long as you practice your faith in a church building you have no problems, but as soon as you act in accordance to your faith, for example, in the education of your children, the freedom ends rapidly," he said.
The HSLDA in the past has pleaded for help for the German homeschool community. It is now repeating that plea.
"Melissa has been moved – for a third time – to a foster home in the country. The first foster family didn't want Melissa anymore because she did not 'fit.' According to Melissa, the family was apparently bothered by her reading French and translating it into German," the HSLDA said. "REQUESTED ACTION 1. Please continue to call or email the German Embassy and give them this message:
"Over 40 innocent homeschool families have been prosecuted, fined, and in some instances, had their children removed to state custody. This is an outrage. Many homeschool families are fleeing Germany to nearby European countries where homeschooling is legal. The most incredible violation of human rights is the Busekros family, whose child was put into a psychiatric ward and then removed to an undisclosed location, all for the crime of homeschooling. Germany will not long be known as a free nation if it suppresses the right to choose homeschooling."
The HSDLA said the German Embassy can be reached at:
Dr. Klaus SchariothAmbassador, German Embassy4645 Reservoir Road NWWashington, DC, 20007-1998(202) 298-4000
The embassy can be e-mailed from its website, the HSLDA said.
And the group said the Minister of Justice in Bavaria can be given the same message:
Beate MerkPrielmayerstr. 780335 MunchenTel. +49 89 5597 1799And his e-mail is: beate.merk@stmj.bayern.de
The group said letters to Melissa and her family can be sent to the following address: (Her parents have said they will try to get the letters and cards to Melissa): Schallershofer Strasse 72, 91056 Erlangen, Deutschland.
Members of the German homeschool community have taken their battle for the right to teach their children Christian basics to the Human Rights Court for the European Union, which ruled that they did not have any right to stop the state from indoctrinating their children.
The court said a family seeking to homeschool their children belong to a "Christian community which is strongly attached to the Bible" and rejected public schooling because of the explicit sexual indoctrination programs that the courses there include.
The German court already had ruled that the parental "wish" to have their children grow up in a home without such influences "could not take priority over compulsory school attendance." The decision also said the parents do not have an "exclusive" right to lead their children's education.
The family had appealed under the European Convention on Human Rights statement that: "No person shall be denied the right to education. In the exercise of any functions which it assumes in relation to education and to teaching, the State shall respect the right of parents to ensure such education and teaching is in conformity with their own religious and philosophical convictions."
But the court's ruling said, instead, that schools represent society, and "it was in the children's interest to become part of that society.
WND also has reported on earlier police action against homeschool families, and government threats against them. One family registered a complaint when their child was picked up by police officers at home and taken to the public school.
"The Minister of Education does not share your attitudes toward so-called homeschooling and is not prepared to approve a corresponding pilot project," said a government letter in response.
"You complain about the forced school escort of primary school children by the responsible local police officers on the basis of paragraph 86 of the education law as a measure of the execution of authority. It is known to the ministry of education that primary school students can be particularly burdened by the related contradiction between the norms of the parent-house and that of the public school through such forced escorts."
The government letter continued with a solution:
"In order to avoid this in future, the education authority is in conversation with the affected family in order to look for possibilities to bring the religious convictions of the family into line with the unalterable school attendance requirement," the government said.
Joel Thornton, president of the International Human Rights Group, has traveled to Germany to work with Melissa's parents and legal counsel to try to reach a resolution. He told WND in a telephone interview from Germany that several meetings have been held, mostly unsuccessful.
The court order to take Melissa into state custody, executed by police officers, said, "The relevant Youth Welfare Office is hereby instructed and authorized to bring the child, if necessary by force, to a hearing and may obtain police support for this purpose."
"Our prayer is that we can work together to end this nightmare for this family," Thornton said. "Please know that the International Human Rights Group is working with the family and attorneys to secure and protect the human rights of Melissa and her parents."
The German homeschool support group said its worst fears were coming true. "Germany blatantly spurns parental and human rights and cannot be regarded any longer as a free country. It is running more and more to tyranny and dictatorship," the group said in a statement.
The IHRG said Americans also could contact:
Youth Welfare OfficeDirector: Edeltraud Höllerer RathausRathausplatz 191052 ErlangenTel. +49 9131 86-2844Fax +49 9131 86-2438Mail: edeltraud.hoellerer@stadt.erlangen.deOr stadtjugendamt@stadt.erlangen.deResponsible OfficialMonika MuzenhardtMail: monika.muzenhardt@stadt.erlangen.de
Local Court ErlangenFamily courtRichterin Frank-DaupinMozartstraße 2391052 ErlangenTel. +49 9131-782 01Fax +49 9131/782-361(No Email address available)
Minister of Justice in BavariaBeate MerkPrielmayerstr. 780335 MünchenTel. +49 89 5597 1799Fax +49 89 5597 3580Email: beate.merk@stmj.bayern.de
"The 'Jugendamt' (youth welfare office) has its origin in the German Nazi state," the German homeschool group told WND. "German Wikipedia writes about the Jugendamt: 'In 1939 the Jugendamt [was] adopted ... as a part of government in the NS-state control of child-education. The Jugendamt controlled and observed families and children politically from their birth.'"
A spokesman for the group told WND, "Today the Jugendamt … is free to take the children away from their parents when in their opinion the child's welfare is jeopardized. A false accusation of neighbors is sometimes sufficient to capture the children from their parents."
http://www.arcor.de/link/worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=54425

8.2.07

Gedankenloser Schulzwang

Wie gedankenlos sind die Menschen, die glauben, daß ihre jungen Mitbürger der Gesellschaft einen Aufenthalt in einem der vielen staatlichen Schulbunker "schulden"?

Focus Schule online berichtet heute:
http://www.focus.de/schule/schueler/schule/sachsen_nid_44202.html

Die Kommentare des Lesens und Schreibens Kundiger sind teilweise erschreckend. Es wird völlig übersehen, daß die Leute vom Staat - deren aktuelle Beherrscher Staatspiraten sind, die heutzutage die Staatsgewalt gekapert haben - schlichtweg im eigenen Interesse handeln. Dies muß ja nicht immer soweit gehen, daß man sich von interessierten "Geschäftspartnern" dafür bezahlen läßt, daß man von Staats wegen Kinder klaut (das staatlich-kontrolliertbeherrschte Adoptionswesen ist eben problematisch). Nein, alleine die (zwangsweise) Möglichkeit der Beschulung des dereinst politikwählenden und steuerzahlenden Nachwuchses sichert die eigene räuberische Existenz. Wenn man die Menschen unterschätzt.

So in dem bereits hier berichteten Fall der Melissa Amina Zalona Busekros und ihres unbeugsamen Vaters, über den die Nürnberger Nachrichten heute berichten:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=605753&kat=10

Nein, ein Rechtsstaat sieht anders aus.

Die Grundrechte werden mit Füßen getreten. Soweit kommt es noch?
Längst geschehen:
http://www.freiheitssplitter.de/karikaturen_erlangen_amtsgericht_jugendamt_busekros.htm
So, leider - einmal mehr - tatsächlich geschehen.

Die Staatliban und ihr Gefolge verweisen die Eltern auf Ihre Pflichten und deren Kinder in die staatlich gebauten, organisierten und beaufsichtigten Schulbunker: Deutschland, ich fürchte mich vor Dir: Wo deutsch draufsteht, ist auch Staatsterror drin.

Das war nicht immer so.

5.2.07

Ausgewandert: Endlich wieder Familie leben

Es stellt sich für manche Familie inzwischen die Frage, ob eine Auswanderung wirklich die letzte Wahl ist. Oder doch nicht eher die erste.

Deutschland ist kein familienfreundliches Land und insbesondere Familien mit mehreren Kindern erleben schon bei geringer Unangepaßtheit eine regelrechte Verfolgung aufgrund eines Gesetzes - welches hohnvoll "Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit" (FGG) heißt und 1898 beschlossen wurde, als noch nicht einmal die Frauen ein Wahlrecht in deutschen Landen hatten. Auch die internationale Kritik beeindruckt die deutschen Behörden und Gerichte nicht, aber das mit dem deutschen Wesen kennt ja der geneigte Leser dieses Blogs schon zur genüge.

Eine Lösung in Deutschland ist nicht in Sicht. Den Bürgern, die sich die Mühe machen, oder genötigt sehen, sich mit den unzähligen Gesetzen und Verordnungen dieser Republik auseinanderzusetzen, wird allenthalben früher oder später schlecht, ob der ebenso zahllosen Bedrohungen die von dort ausgehen auch wenn man sich nichts "zuschulden" kommen lassen mag.

Nun hat dieses unser Land ja noch Grenzen - und außerhalb dieser Grenzen fällt der ganze freiheits- und menschenfeindliche deutsche Gesetzes- und Verordnungsunrat von einem ab. Wenn man noch rechtzeitig rauskommt.

"Die Dame vom Schulamt", ist eine kurze Erzählung von Jan Edel, die auf wahren Begebenheiten beruht. Eine wohltuende Lektüre und erste Wahl für Familien mit Kindern.

Lesen Sie selbst auf liberty.li: http://de.liberty.li/magazine/?id=3968

2.2.07

Folgen gnadenlosen Schulzwangs: Zwangspsychiatrisierung Unschuldiger

Die Fassungslosigkeit über diesen neuen Fall wird nur noch dadurch übertroffen, daß dies wohl kein Einzelfall ist. Aus Scham oder wegen angedrohter Verschlimmerung bleibt der Gang zur Presse aus.

Noch schlechter wird einem, wenn man die Begründung der Richterin am Amtsgericht Erlangen liest. Das Prokrustesbett ist ganz schön eng geworden: Melissa ist 15 Jahre alt (im April 16) und es reicht aus, daß diese angeblich seelisch-emotional ein Jahr hinter einer "normalen" Entwicklung liege? Und diese Erkenntnis gewinnt die Richterin von einem gerichtlich bestellten Gutachter, dem Melissa ein Tag zuvor ebenfalls zwangsweise zugeführt wurde. Was ist los in Deutschland?

1.1.07

2007: Das Jahr der Freiheit

Harte Zeiten für Etatisten. Dafür werden wir sorgen.

2007 wird das Jahr der Freiheit!

12.11.06

Scheiße: Sozialisation per Schule

S c h u l e, S C H U L E : Wer war nicht da? Wir mußten doch alle. Hat sich Dein Vater getraut, Dich von der Schule zu nehmen, damit Du frei wurdest und Dich bilden konntest?

NEIN! (Er ist trotzdem kein Feigling)

Hat er sich nicht getraut. Dein Vater hatte auch gute Gründe dafür: Er würde nämlich - von Staats wegen - verhaftet werden, täte er dieses. Würde Dir Dein Vater Freiheit gewähren, käme er dafür ins Gefängnis. Das ist in Deutschland schon oft passiert. Adolf Hitler hat dafür gesorgt und er hat noch heute in Deutschland viele Gefolgsleute für sein Ansinnen, alle Kinder - zur Not mit Gewalt - in die Schule zu schicken.

Ein Lehrer ist nichts Böses. Höre auf Deinen Lehrer, aber suche ihn selbst aus. Schulzwang ist etwas Böses. Es gibt Typen, fast immer unritterliche Männer, in Deutschland, die versuchen trotzdem, Kinder in Schulen zu zwingen. Meist werden auch Eltern gezwungen, Ihre Kinder in die Schule zu zwingen. Vielleicht besuchst Du nur deshalb eine Schule, weil Deine Eltern zu feige sind ins Gefängnis zu gehen. Aber dabei denken Deine Eltern sicherlich auch an Dich. Es ist nicht einfach das rechte zu tun.

Es ist halt "Scheiße" in einem Land zu leben, in dem man in die Schule gehen muß - Muß: Auch mit Gewalt. Wer Dir Gewalt antut, tut Dir Unrecht. Wehre Dich. Finde Verbündete. Du hast Recht. Und viele an Deiner Seite.

1.11.06

Machtlos: Die Mächtigen mißbrauchen ihre Macht

Ein Pater, der über Machtmißbrauch schreibt, ist Raniero Cantalamessa. Er fragt, was das Evangelium der Macht entgegensetzt. Eine Frage, die angesichts immer weiterer Machtanmaßungen insbesondere der Mehrheiten in unserer Demokratie, Betrachtung verdient.

Sein Beitrag in Form eines Kommentars findet sich hier: http://www.kath.net/detail.php?id=15018

Allerheiligen

Allerheiligen ist das Fest aller Heiligen, die keinen Namen haben. Sowas gibts. Nicht nur die Soldaten kennen das Grab des unbekannten Soldaten, auch die Katholiken ehren die Heiligen, deren Namen man nicht kennt, deren Namen man nicht kennen kann.

Woran liegt das? Antwort: Wir haben keine freie Presse, keine freien Medien. In Deutschland und Europa weiß der Staat und seine unbekannten Stasi-Leute (Stopp-zurück, Gestapo-Leute (Stopp-zurück), stopp stopp stopp) und seine Beamten besser, was die Menschen in ihrem demokratisch-legitimen Herrschaftsbereich wissen sollen - oder nicht. Er beaufsichtigt sie deshalb. (Aber bitte keine Namen nennen.) Und immer brav in die Schule schicken. Aber bloß keine Muße (griech. schole), wofür gibt es denn die Playstation. Bitte, bitte machen Sie keinen Unfug. Es muß doch nun wirklich niemand selber denken - und Frauen schon gar nicht: Selbstbestimmung ist Zwang http://diestandard.at/?url=/?id=2640434
Neuerdings.

Die namenlosen Heiligen unserer Zeit finden sich nur im Verborgenen: Die einem Obdachlosen 5 Euro geben statt 50 Cent - auch wenn er eine Bierfahne hat. Die, die einer ungewollt Schwangeren nicht nur helfen zu gebären, sondern auch in Folge zu leben. Die die einer Schwangeren Mut machen. Die, die den Leuten mit der Aufschrift "Staat" Einhalt gebieten. Denen, die helfen, weil Not am Mann ist. Manchmal ist es die Putzfrau, ein andermal der Geschäftsinhaber oder der Türsteher: immer sind es Menschen, die auf eigene Rechnung, auf eigene Gefahr einfach helfen, oft aufwendig helfen - und da sind, wenn sie gebraucht werden. Die sich nicht hinter Vorschriften verstecken, Befehle abwarten oder es sowieso besser wissen. Keine Leute, die anderer Leute Geld stehlen, um damit Gefolgschaft zu kaufen von Menschen in Not.

Allerheilige sind andere Menschen. Allerheiligen, das ist das Gedenken an Menschen, die Heilige sind, die im anderen Menschen Menschen sehen. Als ihr Ebendbild. Wie Gott es getan hat und immer tut. Du, der Du Du selbst bist, findest Dein allerheiliges Ebenbild in Deinem Nächsten. Der neben Dir ist in seinem Angesicht. Schau hin. Handele. Du bist sein Heiliger. Allemal. Unbekannt. Namenlos. Aber da.

20.10.06

Allmächtiger! Staatsversagen

Natürlich hat der Staat versagt. Logisch. Weiß ohnehin jeder. Eine solche Erkenntnis ist Allgemeingut. Ach, alles wird gut.

Tatsächlich steht dieser Satz "Natürlich hat der Staat versagt." heute in der Welt und - natürlich zurecht. Es geht um Erziehung, darum, daß der Staat die Eltern entrechtet hat - und darum, daß die Kinder dabei zu Tode kommen. So ist es eben mit den modernen ach so demokratischen Protagonisten: Sie sind - frei nach Goethe - stets die Kraft, die das Gute will und doch das Böse schafft.

Ohne ein Umdenken wird nichts gut. Immerhin: Umdenken ist ja möglich.

Der Staat hat die Eltern entrechtet
Hoppe Siemensforum

8.10.06

Die Bürger bilden den Staat - nicht umgekehrt.

Die Bürger bilden den Staat - nicht umgekehrt.

Lernen? Schule! Geben Sie es zu: Genau diese Assoziation ist Ihnen gerade durch den Kopf gegangen. Zu Unrecht. Manipuliert. Von wem? Wieso? Das bekommen wir 'raus!

Seit gut 100 Jahren wird von Staats wegen versucht, Lernen mit Schule zu assoziieren. Und es ist - vorerst - gelungen. Aber wir sind noch nicht am Ende. Gehen wir zum Anfang.

Ganz zum Anfang. - Ein Kind, vielleicht ihr Kind, lernt essen (erst schlabbernd, dann richtig), es lernt laufen, es lernt sprechen, es lernt, sich wahrzunehmen, sich durchzusetzen und sich zurückzunehmen. Es lernt Roller fahren und Fahrrad fahren. Obschon sie nicht staatlich-diplomierter Pädagoge sind. Und Ihre Frau auch nicht. Unglaublich? Alltag. Und funktioniert.

Womöglich hat Ihr Kind Geschwister? Sie Anarchist! Können Sie nicht wenigstens die Sozialisation "ihrem Staat" vorbehalten? Das Zusammen- und Gegeneinander-Spiel in einer Gemeinschaft: Das machen sie selber? Bei sich zu Hause? Haben Sie noch nicht mitbekommen, daß der akzeptable Durchschnittsbürger nur 1,3 Kinder bekommt, neuerdings sogar nur 0,86! Sie sollten Ihre Betriebssoftware unbedingt auf den neuesten Stand bringen. Sonst bringen Sie sich in Gefahr und der zur Zeit regierende Prokrustes bringt das - zur "Not" gewalttätig - ganz demokratisch in Ordnung: Ins Prokrustesbett. Hier - spätestens - wird alles gleichgemacht. Auch ihr Kind.

"Die da oben" vertreten folgende Meinungen:

"Dabei ist das Bildungsmonopol eines demokratischen Gemeinwesens, das Recht auf eine Schule ohne ideologische Scheuklappen, ein kostbares rechtsstaatliches Gut, ...", so 3Sat in Old-Germany - ohne ideologische Scheuklappen: Schön wärs.

"Der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag, ..., beschränken in zulässiger Weise das in Artikel 6 Abs. 2 Satz 1 GG (BRDDR) 'gewährleistete' elterliche Erziehungsrecht.", so Roman Herzog u.a. in deren Urteil I BvR 235/89 - bisher dachte ich immer, Grundgesetz/Verfassung dienen der Abwehr staatlicher Anmaßungen...

Den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag gibt es aber nicht. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt nur die Ansicht, daß Schulen von Staats wegen beaufsichtigt werden sollten. Daß es überhaupt Schulen geben muß, steht nirgendwo.

Quellen:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/98210/index.html

Hans Eckbert Treu: Zwangsanstalt Schule, ISBN 3-350-88600-9

Bildernachweis: http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.uni-potsdam.de/u/LpB/Vorlesung/Bildun1.gif&imgrefurl=http://www.uni-potsdam.de/u/LpB/Vorlesung/Bildungspolitik%252005-06.htm&h=1136&w=868&sz=45&hl=de&start=6&tbnid=xDwDj0PjZSTidM:&tbnh=150&tbnw=115&prev=/images%3Fq%3DSchule%2BRecht%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D

20.9.06

Hört auf Eure Kinder!

Dies ist ein Appell: Eltern! Hört auf Eure Kinder!

Sicher sollen Kinder auch auf ihre Eltern hören, aber beides ist doch am besten. Kinder und Eltern sollten sich gegenseitig zuhören - jeden Tag: Kinder haben Bedürfnisse, Eltern auch.

Machen wir es nicht wie die Politik, die "Kinderrechte" gegen die Eltern ausspielt. Eine christlich-demokratische Politikerin, Frau Alexandra Dinges-Dierig, macht zur Zeit in der Freien (?) Hansestadt Hamburg Streß gegen christliche Eltern. Aber nicht nur das. Anstatt eines christlichen "Werdet wie die Kinder" fordert sie von Kindern, so zu werden, wie der "Staat" sie haben will: als den neuen steuer- und rentenzahlenden Nachwuchs.

Pluralismus ist angeblich gut, wenn Kinder dem ganzen Dreck staatlicher Zwangsaufenthalte - via Schulzwang - ausgesetzt werden. Und Pluralismus ist - staatlich-gewaltsam sanktioniert - schlecht, so Frau Dinges-Dierig's wunderliche Logik, wenn es das Bildungssystem selbst angeht: DA verteidigt sie eisern das staatliche Bildungsmonopol, als wenn die Telefonapparate der Deutschen Bundespost von anno dazumal auch heute noch 'State of the Art' wären.

Schulzwang, wie ihn heutzutage die CDU in Hamburg und dem sogenannten Nordrhein-Westfalen mit Gewalt durchsetzt, ist nur legal, wenn man Hitlers Gesetz von 1938 heranzieht. Mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung (fdGo) ist dies nicht vereinbar. Aber die ist praktisch in Deutschland ohnehin nicht mehr existent. Von "Staats" wegen. Schade. Eigentlich.

13.9.06

,Nicht vernunftgemäß handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider’

Zum Thema „Glaube, Vernunft und Universität – Erinnerungen und Reflexionen“ hielt Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg eine höchst bemerkenswerte Vorlesung, ein Plädoyer für den Logos:

http://www.kath.net/detail.php?id=14655

Für Theologen, Philosophen, Lehrer, Studierende und Normalmenschen gleichermaßen von vorne bis hinten hochinteressant.

12.9.06

Staatliche Aufsicht funktioniert doch!

Immer wieder ist es zu vernehmen: Der Staat soll bessere Kontrollen gewährleisten. Kann er gar nicht:

Eltern sollen "staatlich" kontrolliert werden - und Vater Staats Bodenpersonal schießt übers Ziel hinaus: de.liberty.li.

Gammelfleisch soll "staatlich" kontrolliert werden und die freundlichen Jungs vom "Staat" schaffen es nicht: www.faz.net

Finanzsachen sollen "staatlich" kontrolliert werden und die BAFIN-ler hauen selber daneben: www.faz.net

Es ist schon ein paar Wochen her, da habe ich gehört, die Mitarbeiter des Eichamtes "sollen Kohle machen". Ob 1 Liter ein Liter ist, ein Kilo 1 Kilo oder der Urmeter noch gleich 100 cm ist, interessiert nur noch, wenn's schnell geht. Und das bei einer staatlichen Behörde. Mit Gebührentabelle.

Oder wie war das in Aachen, als städtische Beamte ca. 1,3 Millionen Parkgebühren aus Parkautomaten veruntreuten. Das fiel erst auf, als die Stadt diese Dienstleistung privatisierte und die Einnahmen krass anstiegen. Schauen sie mal in ihre Zeitung oder googeln sie mal. Finden sie (fast) nichts mehr. Also: Staatliche Medienaufsicht: Funktioniert doch!

9.9.06

Eltern und Erziehen

Eltern als Erziehende sowie Kinder als Lernende und Eltern, Erziehende und Kinder, die auch Denkende sind, sind eingeladen am neuen Blog "Eltern und Erziehen" mitzuarbeiten.

Schreiben Sie mir, schreiben Sie an wort-bild-gedanke.de@arcor.de wenn Sie konstruktiv daran mitarbeiten wollen, daß Kinder Vorteile haben, weil Sie Eltern haben.

5.9.06

Traurig, aber wahr

Wieder zurück in der Heimat. Zurück in ein Land, welches weder heimelig ist, noch zukunftsfähig erscheint. Eine Heimat, ohne Menschen, die Mut und Freiheit haben.
Zukunft, das war gestern. Irgendwo haben zuviele Menschen die falsche Abfahrt genommen.

Stefan Baron, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, drückt es so aus:

http://blog.wiwo.de/blackbaron/eintrag.php?id=45

Aber die Leser scheinen Institutionen immer noch mehr zuzutrauen, als sich selber. Aber die Anderen dort, sind auch nur Menschen wie Du und Ich. Deshalb wird auch ein neuer Nationalismus keine guten Früchte tragen. Denn: Auf den Einzelnen kommt es an.

6.6.06

Laß das Leben leben.... Leben leben!

Du warst geboren und lebst.
Ich will leben.
Ich lebe:

http://www.vita-l.de/